Diplomáciai Iratok Magyarország Külpolitikájához 1936-1945, 2. kötet

Függelék - VI. Inhalt der Aktenstücke

Y. DIE UNGARISCHE AUSSENPOLITIK ZUR ZEIT DES MÜNCHENER ABKOMMENS (1. September — 1. Oktober 1938) 309. 1. 9. 1938 Budapest 310. 1. 9. 1938 Berlin 311. 3. 9. 1938 Berlin 312. 5. 9. 1938 Prag 313. 6. 9. 1938 Warschau 314. 6. 9. 1938 Budapest 315. 7. 9. 1938 London Chiffretelegramm des Außenministers an den ungarischen Geschäfts­träger in Prag Die englische Regierung ist der Meinung, die Lösung der Minderhei­tenfrage sei Aufgabe der ungarischen und der tschechoslowakischen Regierung. Auf die Intervention der Engländer in Prag gewährt die tschechoslowakische Regierung der polnischen Minderheit die gleichen Rechte wie den Sudetendeutschen. Der Geschäftsträ­ger wird angewiesen, den tschechoslowakischen Außenminister Krofta in der Frage der ungarischen Minderheit zu einer eindeuti­gen Stellungnahme zu bewegen. Bericht des ungarischen Militärattaches in Berlin an den Gene­ralstabschef „ Nach Ansicht der deutschen Armeeführung würde ein allgemeiner Konflikt für Deutschland katastrophale Folgen haben. Bei Verhand­lungen zwischen dem deutschen und dem ungarischen Generalstab rät der Militârattaché zur Vorsicht. Chiffretelegramm des ungarischen Geschäftsträgers in Berlin an den Außenminister Nach einer Information durch den deutschen Staatssekretär des Auswärtigen vermeidet Henderson die Berührung mit dem Auswärtigen Amt. In einer Privatgesellschaft soll er geäußert haben, die englische Regierung müßte auf Berlin, nicht auf Prag Druck ausüben. Bericht des ungarischen Geschäftsträgers in Prag an den Außen­minister Der tschechoslowakische Außenminister Krofta macht Kányas Politik den Vorwurf, zuvor habe sie Rumänien, jetzt die Tschecho­slowakei von den beiden anderen Staaten der Kleinen Entente isolieren wollen. Er lehnt Imrédys Behauptung, die Tschecho­slowakei sei ein Minderheitenstaat ab. Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Warschau an den Außenminister Der Kabinettchef des polnischen Außenministers erklärte, Polen müsse seine Aufmerksamkeit auf die Sowjetunion wenden; im Falle eines Konfliktes sei die Sicherung der Ostgrenzen die Haupt­aufgabe. Der ehemalige polnische Botschafter in Bukarest ist der Ansicht, Rumänien werde den Durchzug sowjetischer Truppen nicht behindern. Anweisung des Außenministers an den ungarischen Gesandten in Rom Der Gesandte wird angewiesen, Ciano mitzuteilen, für den Fall eines ungarisch —tschechoslowakischen Konfliktes gibt es keine Gewähr für die Neutralität Jugoslawiens; Rumänien und Jugosla­wien betrachten auch nach dem Abkommen von Bled die Ungarn­bestimmungen des Bündnisses der Kleinen Entente als in Kraft. Chiffretelegramm des ungarischen Geschäftsträgers in London an den Außenminister Der Geschäftsträger hat den Außenstaatssekretär im englischen Parlament, Butler, eingehend über die Lage der ungarischen Minderheit in der Tschechoslowakei informiert; er betonte dabei die Notwendigkeit, daß die ungarische Minderheit dieselben Rechte erhält wie die Sudetendeutschen. 980

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