Diplomáciai Iratok Magyarország Külpolitikájához 1936-1945, 2. kötet
Függelék - VI. Inhalt der Aktenstücke
289. 19. 8. 1938 Prag 290. 19. 8. 1938 Prag 291. 19. 8. 1938 Prag 292. 21. 8. 1938 Budapest 293. 21. 8. 1938 Bled 294. 21. 8. 1938 Bled 294a. Beilage 295. 21. 8. 1938 Budapest Chiffretelegramm des ungarischen Geschäftsträgers in Prag an den Außenminister Der tschechoslowakische Außenminister Krofta hat dem italienischen Geschäftsträger in Prag gegenüber geäußert, die tschechoslowakische Regierung werde die ungarische Einigungsformel nicht akzeptieren. Ungarn wolle sich nicht mit der Tschechoslowakei einigen, denn es warte auf ihre Auflösung. Chiffretelegramm des ungarischen Geschäftsträgers in Prag an den Außenminister Nach Informationen des ungarischen Geschäftsträgers hat der sowjetische Vertreter in Prag die Tschechoslowakei der sowjetischen Unterstützung versichert. Chiffretelegramm des ungarischen Geschäftsträgers in Prag an den Außenminister Lord Runciman hat von Hodza nachdrücklich die Untersuchung des Zwischenfalls von Brüx gefordert. Nach Ansicht der sudetendeutschen Vertreter teilt Lord Runciman den Standpunkt der tschechoslowakischen Regierung nicht. Chiffretelegramm des ständigen Stellvertreters des Außenministers an den ungarischen Gesandten in Berlin Der Gesandte wird angewiesen, dem Außenminister, der den Reichsverweser begleitet, die beim Generalstabschef eingegangene Meldung zu übergeben, wonach die deutschen militärischen Führer voller Sorge Hitlers Schritte verfolgen, die zum Kriegsausbruch führen können. Die Allgemeinstimmung sei kriegsfeindlich; für den Beginn wird Ende September oder Anfang Oktober angenommen. Bericht des ungarischen Gesandten in Belgrad an den Außenminister Der Gesandte hat dem jugoslawischen Ministerpräsidenten Stojadinovic die von der Tschechoslowakei erwünschte Minderheitenerklärung der ungarischen Regierung und den gemeinsamen Kommuniqueentwurf überreicht. Stojadinovic glaubt nicht, daß die tschechoslowakische Regierung die Erklärung akzeptieren werde, dagegen sei die Annahme des gemeinsamen Kommuniquéentwurfs wahrscheinlich. Auf die jugoslawisch —ungarische Annäherung lege er großes Gewicht. Der Gesandte hat den Eindruck, daß Stojadinovic die Annäherung an Ungarn nach einer Übereinkunft mit den drei Staaten der Kleinen Entente weiter fördern wolle. Bericht des ungarischen Gesandten in Belgrad an den ständigen Stellvertreter des Außenministers Stojadinovic überreicht den von den Staaten der Kleinen Entente vorgeschlagenen Kommuniquétext, der sich vom ungarischen Vorschlag nur durch unwesentliche, vornehmlich stilistische Änderungen unterscheidet. In der Minderheitendeklaration werden nur Ungarn, Jugoslawien und Rumänien erwähnt. Der Gesandte schlägt die Annahme des Entwurfs vor. Kommunique-Entwurf der Staaten der Kleinen Entente Bericht über die Verhandlungen zwischen Ungarn und den Staaten der Kleinen Entente, Anerkennung der ungarischen militärischen Gleichberechtigung, Verzicht auf Gewaltanwendung in strittigen Fragen. Chiffretelegramm des ständigen Stellvertreters des Außenministers an den ungarischen Gesandten in Berlin Der Gesandte wird angewiesen, an die Mitglieder der ungarischen Regierung, die sich in Kiel aufhalten, die Nachricht weiterzuleiten, daß die Staaten der Kleinen Entente ihren Koinmuniquéentwurf 62 A müncheni egyezmény létrejötte 977