Diplomáciai Iratok Magyarország Külpolitikájához 1936-1945, 2. kötet

Függelék - VI. Inhalt der Aktenstücke

200. 15. 5. 1938 Budapest 201. 16. 5. 1938 Rom 202. 16. 5. 1938 Rom 203. 18. 5. 1938 London 204. 19. 5. 1938 Warschau 205. 19. 5. 1938 London Anweisung des Außenministers an den ungarischen Gesandten in Warschau Der Gesandte wird angewiesen, der polnischen Regierung mitzu­teilen, Ungarn erhebe Anspruch auf slowakische und karpatoukra­inische Gebiete, innerhalb der alten historischen ungarischen Grenzen, ohne die zu Polen gehörenden kleineren Gebietsteilschen; über die Grenzen der slowakischen und karpatoukrainischen Autonomie könne noch keine genaue Aufklärung gegeben werden. Im großen und ganzen dürften sich die Grenzen mit dem Verlauf der Sprachgrenzen decken. Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Rom an den Außen­minister Mussolini hat erklärt, bei den italienisch —französischen Bespre­chungen hätten sich Schwierigkeiten ergeben. Wie Graf Ciano mit­teilte, möchten sich die Franzosen in das italienisch —englische Ab­kommen einschalten und versuchten eine Rückkehr zur Front von Stresa vorzubereiten. Dies sei für die Italiener völlig ausgeschlossen, für sie kämen nur bilaterale Vereinbarungen in Frage. Ein Hin­dernis für die Übereinkunft sei das spanische Problem. Paris wünscht die Rückberufung der italienischen Freiwilligen. Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Rom an den Außen­minister Nach einer Äußerung Ciános steht die Achse Berlin-Rom felsenfest, damit seien auch für Ungarn Möglichkeiten für die Revision gege­ben. Der ungarische Gesandte führte aus, die deutsch —ungarischen Beziehungen seien ausgezeichnet; Die Ansicht des ungarischen Außenministers stimme mit der Ciános auch in der Hinsicht überein, daß die bestehenden freundschaftlichen Beziehungen zum Deutschen Reich bei jeder politischen Handlung in Betracht gezo­gen werden müßten; die ungarisch —italienischen Beziehungen müßten enger gestaltet und geregelt werden. Ciano ist davon überzeugt, daß Ungarn keine Furcht vor einem jugoslawischen Angriff zu haben braucht. Er glaubt nicht, daß eine deutsche Aktion gegen die Tschechoslowakei bald erfolgen wird. Er bittet um Mitteilung, falls mit Berlin irgendeine Vereinbarung getroffen werden sollte. Bericht des ungarischen Geschäftsträgers in London an den Außen­minister Henleins Londonreise ist mit Hitlers Zustimmung erfolgt. Im allgemeinen hat Henlein in England einen guten Eindruck erweckt, auch Churchill hat sich befriedigt über ihn geäußert. Henlein hat nur die Forderung nach Autonomie betont; für die Aufhebung des sowjetisch —tschechoslowakischen Vertrages will er mit parlamen­tarischen Mitteln kämpfen. Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Warschau an den Außenminister Der polnische Außenminister hat mitgeteilt, Ribbentrop habe Henderson gegenüber erklärt, wenn Prag die deutschen Wünsche nicht bis Ende August erfülle, werde das ernsthafte Konse­quenzen nach sich ziehen. Chiffretelegramm des ungarischen Geschäftsträgers in London an den Außenminister Als Vorbedingung für Verhandlungen mit der tschechoslowakischen Regierung hat Henlein die Gewährung der Autonomie bezeichnet, erst nach Erreichung der Selbstregierung will er auf parlamen­tarischen Wege den Kampf gegen den sowjetisch —tschechoslowa­kischen Vertrag beginnen. Vansittart hat geäußert, Henleins 960

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