Diplomáciai Iratok Magyarország Külpolitikájához 1936-1945, 2. kötet

Iratok - I. A Rajna-vidék megszállása és kihatása; Magyarország és a kisantant kapcsolatainak alakulása (1936. március 11—december 23.)

der Propaganda zu Gemüte, dass das Verhältnis zwischen Jugoslavien und Ungarn jetzt ein gutes ist, was am besten daraus zu ersehen ist, dass weder die ungarische Zeitungen gegen Jugoslavien, noch jugoslavische Zeitungen gegen Ungarn Angriffe unternehmen. Auf diese Art und Weise wollen sie den Kroaten klarmachen, dass sie von den Ungarn nichts mehr zu erwarten haben, das gescheiteste daher für die Kroaten wäre, wenn sie sich mit ihren Loos abfinden würden und auch seelisch in den jug. Staat aufgehen würden. In dem Moment, wo dies geschehen wäre, würden die Serben ihre Maske fallen lassen, und die alte Feindschaft gegenüber den Ungarn würde klar zu Tage treten. Im übrigen kann man die wahren Tendenzen und Gefühle Jugoslaviens Deutschland gegenüber am objektivsten aus jenen Verpflichtungen bezie­hungsweise Bindungen ersehen, welche Jugoslavien im Falle des An­schlusses Österreichs an Deutschland eingegangen ist. Diese sind folgende: Jugoslavien als Mitglied der kleinen Entente, hat sich für die Unab­hängigkeit Österreichs entschieden und ist daher auf Grund des Überein­kommens in Bled (25. und 26. III. 1935.), jenes von Belgrad (Aug. 1935. und Mai 1936.) endlich des Ergebnisses der Konferenz des [der] Chefs d. Generalstäbe (1936. Juni) in Bukarest, zu einem Zusammenwirken mit der Tschechoslovakei und mit Rumänien ausdrücklich verpflichtet. Das Wesentliche der Gestabs-Konferenz von Bukarest (1936): Mobi­lisierung, Grenzsperre, Anrufung von Genf, usw. und Verhandlungen unter „Gewehr bei Fuss", weiters, wenn eine fremde Macht österreichisches Gebiet betritt, überschreitet auch Jugoslavien die öst. Grenze und errichtet gemein­sam mit der Tschechoslovakei den Korridor durch Österreich. Auf dem franz. Büchermarkt sind in letzter Zeit 2 Bücher von Henri Pozzi erschienen u.zw. in Paris Edition Paul Berger. Das eine Buch heisst: „La guerre revient", in welchem insbesondere die 9., 27., 29., 52., 197., 213., 257. und 325. Seite besonders lesenswert ist. Der Titel des zweiten Buches ist: „Les coupables". Das VIII. (Schlusskapitel) des zweiten Teiles ergibt besonders lehrreiche Aufschläge. Man kann nicht voraussetzen, dass ein französischer Schriftsteller gegen die Serben voreingenommen wäre, und so muss man diesen Schrift­steller eine grosse Objektivität zu muten [zumuten], umsomehr, als er sich grösstenteils auf Aussprüche französischer, englischer und jugoslavischer Männer beruft. Die rumänische Frage. Es ist zweifellos, dass solange Titulescu die Aussengeschäfte Rumäniens führt, die Politik dieses Staates immer mehr und mehr in das Fahrwasser des Zusammenwirkens mit Russland treibt. Nach Ausspruch des cechischen Aussenministers ist in Bälde mit Abschluss eines derartigen Vertrages zwischen Russland und Rumänien zu rechnen, wie ihn die Tschechoslovakei mit letzterem Staate abge­schlossen hat. Sicheren Nachrichten zu Folge geben die Rumänen selbst zu, dass sie einen Nichtangriffs- und überdies noch einen gegenseitigen Hilfeleistungs­pakt mit Russland abschliessen werden. Um aber der Welt und namentlich Deutschlands Sand in die Augen zu streuen, fügen sie hinzu, dass die nicht gestatten werden, dass russische 10* 147

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