Diplomáciai Iratok Magyarország Külpolitikájához 1936-1945, 2. kötet
Iratok - I. A Rajna-vidék megszállása és kihatása; Magyarország és a kisantant kapcsolatainak alakulása (1936. március 11—december 23.)
Verwandschaft der Dinastie Karagyorgyevic mit der ermordeten Zarenfamilie. In Jugoslavien sind 30—40.000 russische Emigranten untergebracht, die gewisse gesellschaftliche Positionen bekleiden und die bis jetzt eine Annäherung Jugoslaviens zum bolschevistischen Russland hintertreiben konnten. Die Serben können es nicht verschmerzen, dass die Bolschevisten das vorher mächtige Russland — wenn vielleicht auch nur für eine gewisse Zeit — zu einer militärischen und politischen Ohnmacht gebracht haben, dass daher Serbien in ihm nicht jenen Rückhalt gewinnen kann, dessen es bedarf, um seine megalomanischen Pläne — die Schaffung eines wirklich grossen jugoslavischen Reiches, das auch Bulgarien umfasst — zu verwirklichen. Wenn aber das jetzige Russland eine nationale Färbung erhalten wird, dann werden die Serben als erste und mit fliegender Fahne in das russische Lager übergehen. Diese Hoffnung lebt im Herzen jedes Serben; und den Weg ins russische Lager wird der Serbe meiner Ansicht nach niemals dadurch versperren, dass er in das Lager der Feinde, wenn auch eines bolschevistischen Russlands, abschwenkt. Serbiens Absplitterung von der kleinen Entente könnte nur in einem Fall denkbar sein, nähmlich dann, wenn die Tschechoslovakei und Rumänien offenkundig ins deutsche Lager eintritt, also sich dem französisch —russischen Lager gegenüber auch offensichtlich feindlich einstellt. In das Lager der Panslaven gehören in Prinzip alle Pravoslaven, also die griechisch —orientalischen Glaubens sind, mit Ausnahme Bulgariens und Montenegros; die beiden letzteren seit dem Kriege nicht mehr. In das panslavische Lager gehört auch die einzige Nation, die nicht pravoslaven Glaubens ist: die Tschechen. In Folge ihrer Religion, ihrer Kultur und sonstiger politischer Umstände gehören in das Gegenlager, beziehungsweise nicht ins panslavistische Lager folgende Slaven: Polen, Kroaten, Slovenen, Bulgaren und Mazedonier. Trotz alledem haben wir getrachtet, unser Verhältnis zu den Serben freundschaftlicher zu gestalten. Wir haben — gegen unsere bessere Einsicht — alle Momente unterdrückt, die dieser Ausgestaltung eines tragbaren Verhältnisses zwischen den Serben und Ungarn entgegengewirkt hätten. Trotzdem die Serben in der kleinen Entente die besten Soldaten sind, halten wir sie für den politisch schwächsten Staat der kleinen Entente. Die 48% Reichsserben sind nicht einmal untereinander einig, und dieser Minderheit gegenüber stehen die, in ihrer Gesamtheit die Mehrheit bildenden verschiedenen Minderheiten, die ausgesprochen feindlich eingestellt sind, wobei diese Feindseligkeiten stellenweise den Karakter der Ausrottung annehmen können; wie es eben der Balkansitte entspricht. Wir sind zum Beispiel überzeugt, dass die Kroaten, man kann sagen in ihrer Gesammtheit, in welchen Krieg immer die Serben verwickelt werden, gegen die Serben zu mindest durch passive Resistenz, VerÜbung von Sabotagen, etz. auftreten werden; also auch für den Fall, dass die Serben mit den Italienern kriegführen werden. Aus einer französischen Quelle entnehmen wir, dass Frankreich die Jugoslaven auch militärisch für den 10 A müncheni egyezmény létrejötte 145