Diplomáciai Iratok Magyarország Külpolitikájához 1936-1945, 2. kötet

Függelék - VI. Inhalt der Aktenstücke

579. 24. 10. 1938 Belgrad 580. 24. 10. 1938 Prag 581. 25. 10. 1938 Budapest 582. 25. 10. 1938 Berlin 583. 25. 10. 1938 Berlin 584. 26. 10. 1938 Berlin 585. 26. 10. 1938 Prag 586. 26. 10. 1938 Budapest Forderungen mitgeteilt und innerhalb von achtundvierzig Stun­den um Antwort ersucht. Wenn seine Forderungen nicht ak­zeptiert würden, werde er Deutschland, Italien und Polen um ein Schiedsgericht ersuchen. Bericht des ungarischen Gesandten in Belgrad an den Außenminister Andric erklärte dem ungarischen Gesandten in Belgrad, Stojadino­vic habe für die Unterzeichnung und Publizierung des Abkommens von Bled in ungarisch—jugoslawischer und ungarisch—rumänischer Hinsicht Sorge getragen. Er empfahl gleichzeitig die Abgabe einer Erklärung, in der Ungarn zum Ausdruck bringen sollte, daß es zwischen Jugoslawien und Ungarn keine strittigen Fragen gäbe. Andric ließ spüren, daß er den Verdacht hegt, Ungarn könnte auch an Jugoslawien mit Gebietsforderungen herantreten. Note der ungarischen Regierung an die tschechoslowakische Regierung Die Note enthält den Vorschlag, daß die Gebiete, über die bereits ein Einverständnis erzielt worden ist, vom 27. Oktober gerechnet, innerhalb von drei Tagen von ungarischen Truppen besetzt werden; in den strittigen Gebieten sollte bis zum 30. November 1938 eine Volksabstimmung durchgeführt werden, an der jeder, der am 30. Oktober 1938 in diesem Gebiet ansässig war, teilnehmen sollte. Note der tschechoslowakischen Regierung an die ungarische Regierung Die Note führt die Zwischenfälle entlang der Grenze an und bittet um Einleitung von Untersuchungen und um Maßnahmen, um dergleichen Zwischenfälle in Zukunft zu verhindern. Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Berlin an den Außenminister Staatssekretär Weizsäcker ist gegen ein Schiedsgericht ; der Gesandte erklärt hierzu, wenn Berlin auf Prag Druck ausüben würde, wäre ein Schiedsgericht nicht notwendig. Telefonisch übermitteltes Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Berlin an den Außenminister Der polnische Botschafter in Berlin hat Ribbentrop die Frage der gemeinsamen ungarisch —polnischen Grenze vorgetragen und mit­geteilt, Polen sei bereit, an einem Schiedsgericht teilzunehmen. Ribbentrop versprach, die Frage zu studieren. Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Berlin an den Außenminister Der ungarische Gesandte hat Kenntnis davon erhalten, daß Ribben­trop auf seiner Romreise unter anderem die Übernahme des Schiedsgerichts besprechen will. Note der tschechoslowakischen Regierung an die ungarische Regie­rung Da die ungarische Regierung den tschechoslowakischen Vorschlag für ungenügend hält, ist die tschechoslowakische Regierung bereit die Frage der ungarischen Minderheit einem Schiedspsruch der deutschen und der italienischen Regierung zu unterwerfen. Ob weitere Schiedsrichter hinzugezogen werden, hängt von der Ent­scheidung Deutschlands und Italiens ab. Sofern Polen hinzugezo­gen wird, werde die tschechoslowakische Regierung um die Teil­nahme Rumäniens ersuchen. Chiffretelegramm des Außenministers an den ungarischen Gesandten in Berlin Der Außenminister informiert den Gesandten in Berlin, die unga­rische Regierung habe den tschechoslowakischen Vorschlag nicht angenommen und sei von der tschechoslowakischen Regierung in einer Note davon in Kenntnis gesetzt worden, daß sie einem 1023

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