Diplomáciai Iratok Magyarország Külpolitikájához 1936-1945, 2. kötet

Függelék - VI. Inhalt der Aktenstücke

573. 22. 10. 1938 Budapest 525. 14. 10. 1938 Budapest 526. 14. 10. 1938 Rom 527. 14. 10. 1938 Warschau 528. 14. 10. 1938 Bukarest 529. 14. 10. 1938 Rom denn so brauchten sie nicht freiwillig Gebiete zu übergeben; sie vertrauten auf die Deutschen, mit denen sie sich angeblich bereits über eine von Prag unabhängige Slowakei unter deutschem Protektorat geeinigt haben. Chiffretelegramm des Außenministers an den ungarischen Gesandten in Warschau Die polnische Regierung hat die ungarische Regierung wissen lassen, sie werde, wenn sich Ungarn in der ungarisch —tschecho­slowakischen Frage an die vier Großmächte wende, ihr Desinteresse erklären. Der Gesandte wird angewiesen, dem polnischen Außen­minister Beck mitzuteilen, die ungarische Regierung sei gezwungen, die Formen des Münchener Abkommens einzuhalten, werde aber trotzdem ernsthafte militärische Maßnahmen treffen. Note der ungarischen Regierung an die Unterzeichnerstaaten des Mün­chener Abkommens In der Note wird mitgeteilt, daß die Verhandlungen in Komárom gescheitert sind und die Gründe dafür werden angeführt. Außer­dem wird darauf verwiesen, daß die ungarische Regierung in der gegebenen Lage gezwungen sei, für die Sicherheit des Landes Sorge zu tragen. Telefonisch übermitteltes Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Rom an den Außenminister Ciano und Mussolini sind bereit, Csáky zu empfangen. Nach einer Mitteilung von Ciano hat Tiso erklärt, die Entscheidung der vier Großmächte sei notwendig, weil die öffentliche Meinung einen solchen Spruch leichter akzeptieren werde. Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Warschau an den Außenminister Der ungarische Gesandte hat dem polnischen Außenminister mit­geteilt, aus welchen Gründen die tschechoslowakische Frage der Entscheidung der vier Großmächte unterworfen werden soll. Außenminister Beck wies in seiner Antwort darauf hin, Polen hätte das Münchener System nicht akzeptiert, sie würden die Einmischung nicht interessierter Staaten nicht dulden. Da sich Ungarn an die Unterzeichnerstaaten des Münchener Abkommens gewendet habe, sei eine Unterstützung durch Polen ausgeschlossen. Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Bukarest an den Außenminister Der rumänische Außenminister Comnen teilte dem ungarischen Gesandten mit, die rumänische Regierung habe die Tschechoslowa­kei in keiner Weise ermutigt; Rumänien verfolge die auf eine allge­meine Revision zielende verstärkte ungarische Propaganda mit Besorgnis; besondere Beunruhigung verursachten die ungarischen Forderungen, die auf eine Unterbrechung der tschechoslowakisch — rumänischen Grenze zielten; er drückte sein Bedauern über das Fi­asko der Verhandlungen in Komárom aus; zum Schluß bot er die Hilfe der rumänischen Regierung bei der Regelung der tschecho­slowakischen Frage an. Telefonisch übermitteltes Chiffretelegramm des Leiters des Kabinettbü­ros des Außenministers an den Außenminister Csáky berichtet über seine Verhandlungen mit dem Duce. Mussolini halte es für dringend notwendig, um eine Konferenz der vier Großmächte zu ersuchen und die teilweise Mobilisierung anzuord­nen. Er habe Rumänien und Jugoslawien Ungarns friedliche Absichten versichert. Was er tun wolle, falls Jugoslawien dennoch mobilisieren sollte, darüber äußerte er sich nicht. Deutschlands Haltung gegenüber den ungarischen Forderungen sei lau. 1014

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