Diplomáciai Iratok Magyarország Külpolitikájához 1936-1945, 2. kötet

Függelék - VI. Inhalt der Aktenstücke

461. 5. 10. 1938 Rom starke Opposition. Die Tschechoslowakei wird allgemein be­dauert und als Opfer betrachtet. Die ungarische Frage ist in den Augen der Engländer nicht von so erstrangiger Bedeutung wie es die deutsche Frage war. Die englische Regierung ist der Meinung, daß ihre Rolle mit der Unterschrift unter die Anhänger des Mün­chener Abkommens beendet ist. Wenn nötig, tritt sie als wohlwol­lender Vermittler bei den ungarisch —tschechoslowakischen Ver­handlungen auf, sie ist aber nicht bereit, irgendwelchen Druck auszuüben. Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Rom an den Außen­minister Ciano hat dem Gesandten mitgeteilt, 100 Flugzeuge stünden bereit und könnten im Bedarfsfall innerhalb weniger Stunden in Budapest 462. 5. 10. 1938 Rom 463. 5. 10. 1938 Warschau 464. 5. 10. 1938 Budapest 465. 5. 10. 1938 Washington 466. 5. 10. 1938 Washington Telefonisch übermitteltes Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Rom an den Außenminister Der bisherige tschechoslowakische Gesandte in Rom und neuer Außenminister, Chvalkovsky, hat den ungarischen Gesandten vor seiner Abreise nach Prag aufgesucht; er bittet um Vertagung der Verhandlungen; er erklärte, er werde alles versuchen, um zu einer Einigung zu gelangen. Chiffretelegramm des Leiters des Kabinettbüros des Außenministers an den Außenminister Beck anerkennt die Notwendigkeit einer gemeinsamen ungarisch — polnischen Grenze. Die polnische Teilnahme an militärischen Aktio­nen auf karpatoukrainischem Gebiet wird noch erwogen. Wegen Ru­mänien ist er nicht in Sorge. Als besorgniserregend bezeichnet er dagegen die Konzentration sowjetischer Truppen bei Minsk. Die Slowaken müßten jede Entscheidung annehmen, mit der Zeit würden sie sich an Ungarn anschließen. Der polnische Außen­minister mahnt zu Taten. Chiffretelegramm des Außenministers an den ungarischen Gesandten in Prag Der Außenminister schlägt vor, den Beginn der direkten ungari­risch —tschechoslowakischen Verhandlungen mit Rücksicht auf die tschechoslowakische Regierungskrise auf den 8. Oktober zu ver­schieben. Der Gesandte wird angewiesen, darauf hinzudeuten, daß die Erfüllung aller Forderungen und eine schnelle Abwicklung der Verhandlungen notwendig sei. Bericht des ungarischen Gesandten in Washington an den Außen­minister Nach Ansicht des ungarischen Gesandten berichten der Gesandte und der Geschäftsträger der Vereinigten Staaten in Budapest günstig und loyal über Ungarn. Der Staatssekretär des Äußeren, Sumner Welles, hat den ungarischen Gesandten gefragt, ob sich Ungarn mit der Rückgliederung der Karpatoukraine zufrieden­stellen würde. Der Gesandte ist einer entschiedenen Antwort ausgewichen. An das Interesse, das das Außenministerium der Vereinigten Staaten für Ungarn hat, knüpft der Gesandte nicht viel Hoffnung. Bericht des ungarischen Gesandten in Washington an den Außen­minister Nach einer Erklärung des deutschen Botschafters in Washington, Dieckhoff, sind die deutsch —amerikanischen Beziehungen unbe­friedigend; den Deutschen sei der Gedanke einer Rüstungsbe­schränkung nicht unsympathisch; die deutschen Wirtschafts­führer sympathisierten mit der internationalen Wirtschaftszusam­1003

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