Zounuk - A Jász-Nagykun-Szolnok Megyei Levéltár Évkönyve 27. (Szolnok, 2013)

ADATTÁR - ARI ILONA– NAGY ÉVA ANNA: „Holtomiglan – Holtodiglan” – Házasságkötési szokások a mezőtúri esketési anyakönyvek alapján

ILONA ARI - ÉVA ANNA NAGY TREU BIS IN MEINEN ODER DEINEN TOD EHESCHLIEßUNGSBRÄUCHE AUF GRUND DER TRAUUNGSMATRIKELN VON MEZŐTÚR Die zum Themenbereich historische Demografie gehörende Bearbeitung wurde über die Eheschließungen vom 19. Jahrhundert gefertigt, hauptsächlich auf Grunde der kalvinistischen und römisch-katholischen Matrikeln. Während der Arbeit wurden bestimmend drei, für die Zeitepoche charakteristische Perioden (1811-1818, 1844-1852, 1878-1886) ausgewählt, die dann wegen der zur Verfügung stehenden Dateninhalte auf bester Weise dem geprüften Thema entsprechend geändert werden konnten. Nach der einige Sätze langen Bekanntmachung von Mezőtúr - was zum Verstehen des Hintergrundes der Aufarbeitung für wichtig gehalten worden war - wurden die sich auf die Eheschließungen beziehenden kirchlichen und weltlichen Verordnungen kurz überblickt. Mit Beispielen illustriert wurde mit der Wiederspiegelung der Regeln der kalvinistischen Kirche in den Matrikeln beachtlicht beschäftigt. Bei den Zahlen der Eheschließungen kann man das zueinender bestehende Verhältnis der Mitglieder der zwei Kirchengemeinden beobachten. Von Anfang der Matrikelnführung bis zum Jahre 1900 schworen sich 20 299 Paare von den Kalvinisten und 1 461 von den Katholikem ewige Treue. Die pro Jahrzehnte gezählten gesamten Trauungen betrachtend ist es festzustellen, dass diese der Staltung der Bewohnerzahl fast parallel folgen, in den einzelnen Zeitperioden spielten aber auch andere Faktoren dabei mit, wie auch die Stadt berührende Natur- und gesellschaftliche Auswirkungen. Die nach je einem größeren Feuerbrand oder der Dürre, und demfolgend nach dem Lebensmittel-, bzw. Futtermangel in schwierige Lage gekommene Bewohnerschaft konnte nicht mehr an die Hochzeiten denken, diese wurden nachweisbar verschoben. Auch die Kriegsereignisse hatten selbst ihre Auswirkungen. Die Tatsache, warum sich die Heiratslust vom letzten Drittel des 19. Jahrhunderts an vermindert hat, braucht eine tiefere soziologische Analyse. Der Saisoncharakter der Eheschließungen ist zwischen den zwei Glaubensgemeinschaften im Wesentlichen gleich, die Abweichung ist wegen 293

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