Zounuk - A Jász-Nagykun-Szolnok Megyei Levéltár Évkönyve 25. (Szolnok, 2010)
ADATTÁR - CSEH GÉZA: I. világháborús haditettleírások Jász-Nagykun-Szolnok vármegye Vitézi Székének iratanyagában
veröffentlichten Kriegstatenbeschreibungen. László Nagy verdiente nicht wegen seiner Taten am Kriegsfeld, sondern lieber wegen seiner Aktivität für Kulturorganisation und Glaubensleben den Heldentitel und seinen Besitz von 50 Katastraljochen. Die Anderen wurden wegen ihrer Mut an der Front ausgezeichnet. Von den Beschreibungen stellt sich heraus, dass der italienische Kriegsschauplatz den in den Bergkämpfen ungeübten ungarischen Soldaten die größten Prüfungen bedeutete. Das meisten Opfer forderte aber die russische Front, wo Heere von Millionengröße gegeneinander kämpften. Kein Zufall, dass die Mehrheit der Berichte mit der östlichen, der russischen und rumänischen Frontlinie verbunden ist. Die meisten Frontsoldaten aus dem Komitat Jäsz-Nagykun-Szolnok dienten im 68. K. u. K. (gemeinsamen) Infanteriregiment und im 29. Budapester Verteidigungsinfanterieregiment. Die meisten Bewohner des Komitats Jäsz-Nagykun-Szolnok, die zum Reiterdienst tauglich waren, wurden ins 13. K. u. K. Jazygkumanische Husarenregiment eingereiht. Außer dem Fall von László Nagy kann man in den Kriegstatenbeschreibungen über keine tendenziöse politische Aktivität lesen, obwohl solche Verdienste in der Horthy-Epoche einen Vorteil geboten hätten. Die sich ins Heldenorden Anmeldenden mussten auch über ihren eventuellen Dienst in der Nationalarmee berichten, im Dokumentmaterial des Heldenstuhles des Komitats Jász-Nagykun-Szolnok war aber darüber nichts vorzufinden. Während der Jahrzehnte des Parteistaates wurde das Heldenorden doch mit der Nationalarmee, sogar mit dem weißen Terror verbunden, obwohl die größte Mehrheit der Helden daran gar nicht teilgenommen hatte. Das Tragen des Heldentitels wurde schon 1947 abgeschafft, die Heldenbesitze wurden in den 1950er Jahren, zur Zeit der Liquidierung des bäuerlichen Kleinbesitzsystems, den Besitzern entnommen. Die früheren Mitglieder des Heldenordens und ihre Abkömmlinge wurden als politisch unerwünschte Personen betrachtet, die bis zur in den 1960er Jahren angekommenen Milderung in ihren Arbeitsstellen und auch auf den anderen Gebieten des Lebens nachteilig diskriminiert worden sind. 555