Zounuk - A Jász-Nagykun-Szolnok Megyei Levéltár Évkönyve 17. (Szolnok, 2002)
TANULMÁNYOK - Jan Basta: Az állami levéltári rendszer modelljének bemutatása Lengyelországban 1918 után - A Rzeszow-i Levéltár története / 167. o.
JAN BASTA DIE ÄNDERUNGEN DES ARCHIVSYSTEMS DIE DARLEGUNG DES MODELLS DES STAATLICHEN ARCHIVSYSTEMS NACH 1918 IN POLEN In Polen fungierte das Netz der staatlichen Archive ab 1918 nach der Wiedereroberung der Unabhängigkeit des Landes anfangs so wie im Zeitabschnitt der Teilung: den bestimmten Regeln nach, was aber dem Bedarf des wiedergeborenen polnischen Staates nicht entsprach. Ihre Aufsicht wurde vom Staatsarchiv versehen, das dem Ministerium für Religionswesen und öffentliche Informierung untergeordnet war. In den nächsten Jahren wurden Organisationsänderungen durchgeführt, so gestaltete sich ein System, das das Gebiet des Landes umfasste. Vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges arbeiteten 5 zentrale Archive - Hauptarchiv der Alten Dokumente, Archiv der Alten Dokumente, Archiv für öffentliche Angelegenheiten und Informierung und Schatzarchiv - und noch 11 staatliche örtliche Archive im staatlichen Archivdienst. Diese Archive sammelten insgesamt etwa 90 000 laufende Meter Dokumente und Archivmaterialien zusammen, fast 90 % davon entstanden zur Zeit der Teilung. Während des Zweiten Weltkrieges arbeitete ein Teil der staatlichen Archive unter deutscher Aufsicht weiter (Generalgouvernement), die anderen wurden dem staatlichen Okkupationsarchivsystem angeschlossen - DeutschlandSowjetunion. Wegen der Kriegsereignisse litten die Archive gewaltige Verluste. Dies bezieht sich in erster Reihe auf die zentralen Archive, deren Sammlung zur Zeit des Warschauer Aufstandes zugrunde gegangen ist. Nach dem Zweiten Weltkrieg gestaltete sich das Archivnetz der ländlichen Verwaltungseinteilung nach. Bis 1975 fungierten drei zentrale Archive: Hauptarchiv der Alten Dokumente, Archiv der Neuen Dokumente und Archiv der Technischen Dokumentationen - und noch 17 Kreisarchive. Diese waren den Bezirkarchiven untergeordnet, und in den kleineren Städten arbeiteten Archivfilialien. Infolge des Verwaltungsreforms wurden 49 Kreise zustande gebracht, so erhöhte sich die Zahl der Kreisarchive wesentlich. Die Bezirkarchive wurden eingestellt. Die Aufsicht der staatlichen Archive versieht ab 1956 der Generaldirektor der Staatlichen Archive, der für die politische Ausbildung des Archivnetzes und des nationalen Archivmaterials zuständig ist. 192