Zounuk - A Szolnok Megyei Levéltár Évkönyve 3. (Szolnok, 1988)

TANULMÁNYOK - Oroszi Sándor: Karcag város erdőgazdálkodása a XVIII. század közepétől napjainkig / 51. o.

SÁNDOR OROSZI DIE FORSTWIRTSCHAFT DER STADT KARCAG VON DER MITTE DES 18. JAHRHUNDERTS BIS IN UNSERE HEUTIGE ZEIT Grosskumanien entwickelte sich im Verlaufe der im 18. Jahrhundert begonnenen Entwässerungen zu einer baumlosen Gegend. Die Anfänge der Forstwirtschaft in der Stadt Karcag stehen mit den ersten Forstanpflanzungen in Verbindung, die im 18. Jahrhundert erfolgten und dem Schutz der Dämme dienen sollten. Diese Aufforstung fand auch durch landesweite bzw. örtliche Verordnungen Anregung. Dennoch war die Stadt Ende des 19., Anfang des 20. Jahrhunderts ein Beispiel der Baumlosigkeit in der Tiefebene. Der unter wasserwirtschaftlichen Aspekten angepflanzte Wald wurde zur Zeit der Einführung des ersten modernen Forstgesetzes gefällt und gepflügt; in den 1880er Jahren war nichts mehr davon zu sehen. Auch im weiteren pflanzte man die Bäume nicht zur Holzgewinnung, sondern um den Einwohnern der Stadt ein nahes Ausflugsziel zu schaffen. Dieser Wald, aufge­forstet zur Zeit der Jahrhundertwende, wurde zum Kern der städtischen Forstwirt­schaft, auf den sich die entsprechenden Landesgesetze und Vorschriften anwenden Hessen. Zwischen den beiden Weltkriegen war die Stadt auf den Fortbestand sowie auf das Wachstum ihres Waldes bedacht, der eine Fläche von 20 ha umfasste. Des weiteren entstanden auch innerhalb der Stadt Baumanpflanzungen. Erst die Veränderungen nach 1945 ermöglichten die umfassende Bewirtschaf­tung der städtischen Wälder und vor allem die Erweiterung der Waldfläche. Neben den Wäldern der Stadt entstanden in den fünfziger Jahren auch die Wälder der staatlichen Fortswirtschaft und die der sozialistischen Landwirtschaftsbetriebe. So dienten die Stadtwälder vorwiegend als Erholungsgebiete. Als die landesweiten Aufforstungsaktionen begannen, war auch die Stadt Karcag um eine Erweiterung ihrer Waldfläche bemüht. Darüber hinaus gingen die Pflanzungen an den Strassenrändern und in der Innerstadt zügig voran. In einer eigenen Baum­schule liess die Stadt Bäume züchten. Dennoch hat sich der grüne Ring um die Stadt — den sich der Stadtvorstand und die Fachleute aus Forst- und Landwirtschaft zum Ziel gesetzt hatten - nicht geschlossen. In den siebziger Jahren wuchs die Stadt über den durch die Wälder, Gärten, Friedhöfe sowie Grünanlagen gegebenen Rahmen hin­aus. Notwendigerweise musste die Grünzone den Industriebauten und sogar Wohnge­bieten und Sozialgebäuden weichen. Ebenso erging es dem Grüngürtel von Berekfürdő, einem zu Karcag gehörenden Erholungsort. In der zweiten Hälfte der achtziger Jahre blieb die 100 ha umfassende Wald­fläche weiterhin ein wichtiger Bestandteil des Grüngürtels. Ihr Erhalt, die Verbesserung der Bewirtschaftung sowie die erhöhte Zufriedenstellung der nach Erholung suchenden 67

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