Inventare Teil 9. Inventar des Verkehrsarchivs in Wien (1959)
Die Bestände des Verkehrsarchivs: - A. Selekte und Gesamtregistraturen von Hofstellen und Ministerien
44 für Jahrgänge 1896 bis 1897 nach Sektionen getrennt, ab Jahrgang 1898 durchlaufend; 1899 bis 60.800, 1908 bis 72.200, 1913 bis 49.900 und 1918 bis 57.900, 462 Bände Exhibitenprotokolle, 339 Bände Indices, seit 1899 nach den Gesichtspunkten angelegt: Allgemeines, Hofämter und Behörden, Namen, Privatbahnen, Lokalbahnen, Staatsbahnen nach Direktionen; alle Bahnen und Direktionen nach folgendem Schema gegliedert: I. Geldangelegenheiten, II. Personalangelegenheiten, III. Grundsaehen, IY. Brücken, Durchlässe usw., V. Straßen, Schranken usw., VI. Eisenbahnbauten, VII. Bau- und Betriebsverträge, VIII. Stationen und Haltestellen, IX. Schlepp- und Industriegeleise, X. Krankenkassen, XI. Tarife und Transporte, XII. Fahrangelegenheiten, XIII. Fahrbetriebsmittel, XIV. Unfälle und Verkehrsstörungen und XV. Sonstiges, 58 Streichbücher, 114 Fremden- nummembücher, 23 Bände Skartierungsverzeichnisse; 1 Index und 5 Hefte (Protokolle vertrauliche Angelegenheiten); 94 Kartons Akten des Dep. 24 (1896—1919), gegliedert in 44 Kartons Militärvertrauliche Akten (MV) mit eigener Protokollführung zu den Zahlen des Exhibitenprotokolls der allgemeinen Akten, 22 Protokollhefte, 25 Indexbücher, 25 Hefte verschiedene Vormerkungen und in 50 Kartons Diverse Nachlässe (DN), umfassend Schriftwerke vor dem 1. VTII. 1914 und Schriftwerke nach der Mobilmachung (Berichte, Studien, Instruktionen, Kriegsfahrordnungen), 1 neuer Archivbehelf mit ausführlichem Lagerverzeichnis; 342 Kartons Präsidialakten, Zahlenregistratur, davon 322 allgemeine Reihe, 3 geheime Protokolle (GP, Aktenverzeichnis in jedem einzelnen Karton), 17 Kartons Diverses (Gremialkonferenzen, Statistiken, Auszeichnungen und Tauembahneröffnung 1909), 25 Bände Exhibitenprotokolle, 25 Streichbücher und 10 Fremdennummernbücher. Archivbezeichnungen: Präsidium, III Gd; allgemeine Akten, III Ga; MV und DN unverändert. 10. Eisenbahnbaudirektion (1901—1919). In den ersten Jahren des Bestandes eines eigenen Eisenbahnministeriums ergaben sich für den Baudienst zunächst keine wesentlichen organisatorischen Veränderungen. Die bereits vorhandenen oder erst nach Bedarf neu errichteten Eisenbahnbauleitungen waren ohne eme Zwischeninstanz direkt dem Ministerium unterstellt; gewisse Agenden wurden in Einzelfällen den Staatsbahndirektionen zugeteilt. Das im Jahre 1901 genehmigte große Bau- und Investitionsprogramm brachte jedoch eine grundlegende Änderung mit sich. Mit dem Erlaß vom 6. X. 1901, ZI. 1697, ist nämlich im Rahmen des Ministeriums eine eigene, dem Minister persönlich unterstellte Geschäftsabteilung mit der Bezeichnung: ,, K. k. Eisenbahnbaudirektion“ errichtet worden. Dem Vorstand, der den Titel Sektionschef und Eisenbahnbaudirektor führte, unterstanden verschiedene Abteilungen, und zwar anfänglich 11 (Administratives, 2 für Rechtsangelegenh., Tunnelbau, Elektrotechnik, für den Bau von Bahnen niederer Ordnung, Trassierungen und Studien, Unterbau und Brückenbau, Oberbau und mechanische Einrichtungen, Hochbau sowie finanzielle Angelegenheiten), außerdem einzelne Eisenbahnbauleitungen (1901: Karlsbad, Lemberg, Ragusa, Spalato, Triest 1, Bregenz, Schwarzach i. P., Klagenfurt, Windischgarsten, Triest 2, Aßling), Bauaufsichten und Trassierungsexposituren (1901: Görz und Obervellach). In den selbständigen Wirkungskreis der Eisenbahnbaudirektion fiel praktisch die gesamte Leitung und Ausführung aller staatlichen Eisenbahnbauten, soweit einzelne Agenden