Inventare Teil 8. Inventar des Kriegsarchivs in Wien (1953)

II. Band - 1. Die Feldakten

8 (innerhalb denen der Kriegsgruppe J wiederum die Nr. 142.001 bis 143.000 reserviert waren). Als einzige Gruppe führte die Radioleitung neben der allgemeinen Registratur (innerhalb der ihr die Nr. 95.001—97.000 und 195.001—197.000 zustanden) von 1917 an auch eine Reservat Nr. (Res. Nr.)-Reihe, aus der von Res.Nr. 356 an Verlautbarungen in einer besonderen Serie „Reservatbefehle“ erfolgten. Neben den Op.Nr. wurde am 19. 6. 1916 eine eigene Reihe geheimer Operationsakten (Op.geh.Nr. 1 bis 2220) begonnen, die bis 1918 reicht und wichtigere operative wie politische Angelegenheiten enthält. Eine eigene Aktengruppe bilden ferner die Akten des Marine-Referenten, soweit sie Marine-Akten-Nr. (Mar.Nr.) umfassen. Dieser eben beschriebenen, im großen und ganzen einheitlichen Registratur entsprach aber nicht ihre Hinterlegung. Die Akten wurden nicht in der Reihen­folge ihrer Op.Nr., bzw. Op.geh.Nr. bei der zentralen Registratur abgelegt, sondern nach dem Betreff-System bei den Referenten, d. h. sie wurden, wenn sie z. B. einen speziellen Kriegsschauplatz betrafen, der dafür zuständigen Kriegsgruppe übergeben, die alle ihr Sachgebiet betreffenden Op.Nr. und sonstigen Evidenzen sammelte. Es geht daher, zumindest bis zum Jahre 1917, aus der Op.Nr. eines Aktes allein nicht hervor, bei welchem Referenten der­selbe aufzufinden ist. Maßgebend ist der Inhalt. Die mit dem Jahre 1917 einsetzende Aufgliederung der Operationsabt. in verschiedene Untergruppen für dieselben, brachte es mit sich, daß von diesem Zeitpunkt an gewisse Op.Nr. nunmehr auch einem bestimmten „Betreff“ entsprachen und damit auch ein Rückschluß auf den Hinterlegungsort gezogen werden kann. Die vorhandenen Akten der Operationsabteilung umfassen fol­gende Bestände: Die Op.Akten allgemeinen Inhalts (unter der Sammelnummer Op.Nr. 20.000 sind die Fliegerakten bis zur Aufstellung der Luftfahr- und Gasgruppe hinterlegt) und die Op.geh.Akten allgemeinen Inhalts; die Akten der verschiedenen Kriegsgruppen enthalten für die Gruppen R, B, J, Ru Akten operativen Inhaltes, Meldungen und Nachrichten über eigene und feindliche Situationen18), sowie verschiedene Sammelfasz. An die Kriegsgruppen vom Februar 1918 schließen sich die Akten des Liquidierenden AOK. (Op.Abt.) bis 1919 an. An die Meldungen und Nachrichten über die eigene Situation der R-Gruppe 1918 sind sogenannte „Umsturzberichte“ an das Liquidierende AOK. angefügt. Von der Deutschen Westfront sind Lagemeldungen und Lagekarten (lückenhaft), diverse Sammelfasz. über den Einsatz von k. u. k. Truppen, sowie über die Kommandierung von k. u. k. Offizieren an die Westfront und die Berichte der österr.-ung. Bevollmächtigten beim Deutschen Hauptquartier vorhanden. Die Akten der Technischen Gruppe, der Luftfahr- und Gasgruppe, sowie die der Radio­leitung sind nur noch in Bruchstücken erhalten. Die operativen Akten der Luftfahrgruppe fehlen. Einen größeren Umfang nehmen die Akten der k. u. k. bevollmächtigten Generalstabsoffiziere (bzw. Verbindungsoffiziere) des AOK. bei den verbündeten Armeen und der eigenen 10. und 11. Armee ein. Die Tagebücher der Operationsabteilung reichen vom 23. 7. 1914 bis 26. 8. 1915. Von da ab wurden sie nicht mehr geführt, da sich ihr Inhalt mit den sogenannten „Kaiserberichten“, d. h. den Tagesberichten des AOK. an die MKSM., deckte. Die Kaiserberichte sind vom 15. 8. 1914 bis Oktober 1918 vorhanden. Hieher gehört auch die Gruppe 18) Siehe auch S. 11.

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