Inventare Teil 8. Inventar des Kriegsarchivs in Wien (1953)

II. Band - 1. Die Feldakten

6 Standort nach Neu-Sandez. Der Abschluß der Kämpfe bei Warschau und Iwangorod erzwang am 10. 11. eine neuerliche Rückverlegung nach Teschen, wo das AOK. dann durch mehr als 2 Jahre verblieb. Nach der Auflösung des Oberkommandos der Balkanstreitkräfte am 22. 12. 1914 hatte das AOK. auf sämtlichen Kriegsschauplätzen die alleinige Führung inne. Nach dem Tode des Kaisers Franz Joseph I. übernahm Kaiser Karl I. das Armeeober­kommando, Eh. Friedrich wurde am 11. 2. 1917 zur Disposition gestellt und am 2. 3. 1917 wurde General v. Conrad durch GdI. Artur A r z v. Straußenburg als Chef des Generalstabes ersetzt9 * 11). Da der Kaiser die räumliche Entfernung Teschens von Wien als hinderlich empfand, wurde das AOK. am 4. 1. 1917 mit dem Operierenden Oberkommando nach Baden, mit der Quartiermeisterabteilung nach Vöslau verlegt. Als Kaiser Karl in der Nacht zum 3. 11. 1918 den Oberbefehl niederlegte, betraute er den FM. Baron Kövess von Kövessháza mit dem Armeeoberkommando. Bis zu dessen Eintreffen hatte GO. Baron A r z die Geschäfte zu führen. Von diesem übernahm FM. Kövess am 11. 11. 1918 das in Liquidierung befindliche AOK. Am 3. 12. 1918 wählte der FM. einige Raume des KA. als Arbeitsstätte, doch schon am 20. 12. 1918 schieden der letzte Armeeoberkommandant, sowie dessen Mitarbeiter, FML. Konopicky, von ihrem Amt. Die Liquidierung des AOK. wurde bis Ende Mai 1919 durchgeführt. b) Gliederung und Organisation des AOK. u)): Das AOK. gliederte sich zu Kriegsbeginn in das Operierende Ober­kommando (OOK.), dem die Leitung der Operationen und der Kundschafter­dienst anvertraut waren, und in das Etappenoberkommando (EOK.), dem die oberste Leitung des Etappendienstes oblag. Dem OOK. unterstanden: die Operationsabteilung, die Detail­abteilung (ab 1917 „Präsidialabteilung“), die Nachrichtenabteilung und das Kriegspressequartier. Dem EOK. unterstanden: die Generalstabsabteilung, der Chef des Feldtransportwesens (später: Chef des Feldeisenbahnwesens), der Chef des Feldtelegraphenwesens, die Intendanz, der Sanitätschef, der General-Feld­postdirektor und das Justizreferat. Mit Wirkung vom 1. 1. 1916 u) fand beim EOK. eine Umorganisation statt. Der bisherige Etappenoberkommandant erhielt die Bezeichnung General­quartiermeister. Der bisherige Generalstabschef des EOK. wurde Chef der Quartiermeisterabteilung (QuAbt. des AOK.), die nunmehr innerhalb des AOK. eine selbständige Abteilung bildete. Selbständig wurden auch der Chef des Feldtransportwesens und der Chef des Feldtelegraphenwesens, dem der General-Feldpostdirektor angegliedert wurde. Im Herbst 191712) wurde die Stelle des Generalquartiermeisters aufgelöst. Damit wurde die bisherige Ein­teilung in OOK. und EOK. (bzw. Generalquartiermeister) weitgehend ver­wischt, so daß sich das AOK. im Frühjahr 1918 in 6 gleichgeordnete Haupt­gruppen teilte: Operationsabt., Quartiermeisterabt., Präsidialabt., Nachrich­tenabt., Chef des Feldeisenbahnwesens, Chef des Feldtelegraphenweseins. Als 7. Gruppe traten im Juni 1918 die sogenannte Ukraineabt. und als 8. Gruppe 9) Vgl. ÖU1K., VI. S. 70 f. i») KA., AOK. Fasz. 674 und 3171. 11) Op. Nr. 112.540. 12) Op. Nr. 167.325 vom 4. 10. 1917.

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