Inventare Teil 8. Inventar des Kriegsarchivs in Wien (1953)
I. Band - 17. Die Archive der Anstalten des k. u. k. Heeres und der k. k. Landwehr, sowie der Kriegs- und Nachkriegsinstitutionen 1914-1920
184 17. Jhdt. in zunehmender Zahl. Sie sind auch schon in den ersten Ausgaben des „Militär-Almanachs“ aufgenommen, worin 1792 Invalidenhäuser zu Wien, Prag, Tyrnau, Leopoldstadt, Pettau und Mecheln genannt werden. Von ihren Registraturen ist nur wenig an das KA. gekommen. Die im „Organ der militär-wissenschaftlichen Vereine“ im Bd. S3 (1886) erschienene Arbeit von Alfred Conte Begna dei Castello di Benkovich: „Geschichte des W i e n e r k. k. Militär-Invaliden-Hauses“ bringt im I. Kapitel auch Daten zur Geschichte der andern altösterreichischen Militärinvalidenhäuser. Verzeichnis: Militärinvalidenhaus Wien: Verlassenschaftsabhandlungen 1805 bis 1854 (Jahrgänge 1813—1831, 1833, 1844, 1846 u. 1852 fehlen): 30 Fasz.; Testamente (1829—1860): Fasz. Nr. 31; — Normalverordnungen im Justizfach (1750 bis 1822): Fasz. Nr. 32; Verzeichnis über Verlassenschaften und Testamente (1805 bis 1860): 1 Bd.; — Invalidenhausspital (1918 XI -— 1920 I): 2 Fasz. Militärinvalidenhaus Pettau: Verlassenschaftsabhandlungen (1760—1859): 16 Fasz., Klagegegenstände (1822—1830): Fasz. Nr. 17, Varia, Streitpupillen etc. (1822—1830): Fasz. Nr. 18; — Prot, zu den Verlassenschaftsabhandlungen (1760—1860): Bd. 1—4, Prot, in Waisen- u. Kuratelsachen (1788 bis 1860); Bd. 5, Prot, in bürgerlichen Rechtsstreitigkeiten (1831—1855): Bd. 6, Justitialdepositen-Kontobücher (1841—-I860): Bd. 7—9; — Normalienprot. I—III, V—VII (1762—1860): 6 Bde. XII. Die Pferdespitäler. Wie bei IV. Verzeichnis: Wien 1 u. 2, Stab (1918 XI/XII): 1 Fasz.; — Stockerau, Stab (1918 XI — 1919 I) : 1 Fasz. B. Die Archive der Anstalten der k. k. Landwehr. Gleich dem k. u. k. Heer besaß auch die k. k. Ldw. ihre Anstalten. Sie gliederten sich nach dem „Schematismus der k. k. Landwehr und der k. k. Gendarmerie“ von 1914 in die Erziehungs- und Bildungsanstalten, Kurse, Depots, die Zeugsanstalt und die Spitäler. I. Die Bildungsanstalten. 1. Landwehrkadettenschule (1873—1912). Diese Anstalt wurde 1873 als „Landwehr-Offiziersaspirantenschule“ in Wien errichtet, 1874 durch einen Ergänzungskurs zur Heranbildung von Berufskadetten erweitert und 1880 in einen Berufsoffizierskurs und einen Abendkurs gegliedert. Dieser Berufsoffizierskurs wurde 1886 in eine bis 1907 auf 4 Jahrgänge entwickelte „Landwehrkadetten- und Offiziersaspirantenschule“ umgewandelt. Mit a. h. Entschließung vom 22. Februar 1912 wurde die Landwehrkadettenschule aufgelöst (VB1. für die k. k. Ldw., Jahrgang 1912, Nr. 7, S. 43) und ihre Zöglinge wurden auf die Kadettenschulen des Heeres aufgeteilt. Verzeichnis: Klassenkataloge (1903—1912): 7 Fasz.; — Klassifikationslisten der Ausgemusterten (1891—1912): 4 Fasz.; — Kanzleibücher der Adjutantur: Aktenprot. (1876—1912), Korrespondenzprot. (1901—1912), Indices (1895—1912), ärztliche Visitierungsprot. (1895—-1912), Akten (1895—1912): 31 Fasz.; — Schulkommandobefehle (1909—1912): 2 Fasz. 2. Franz Joseph-Militärakademie (1912—1918). Mit der gleichen a. h. Entschließung, mit der die Auflösung der Landwehrkadettenschule verfügt wurde, erfolgte die Anordnung, „daß ferner im