Inventare Teil 7. Inventar des Wiener Hofkammerarchivs (1951)

Die Bestände des Wiener Hofkammerarchivs - 33. Postakten (16. bis 18. Jahrhundert)

132 33. Postakten welche die durch die Ablösung der Hofquartierspflicht der Wiener Bürger entstandenen Streitfälle zu schlichten hatte. Die Akten sind in Sonder­registern verzeichnet. 4 Faszikel. 2. Kameralpräsidialakten Die sogenannten „Kameralpräsidialakten“ sind Reste einer ursprünglich jedenfalls viel größeren Präsidialregistratur des Grafen Karl Friedrich Hatzfeld und seines Nachfolgers im Präsidium der Hofkammer und der Münz- und Bergwesendeputation, des Grafen Leopold Johann Kollowrat-Krakowsky. Sie umfassen die Jahre 1762—1782. Entstanden ist diese Registratur dadurch, daß Hatzfeld gewisse rasch zu erledigende Stücke, insbesondere Bittschriften, dem langwierigen Gang der Behandlung durch die Referenten und der Ein­tragung in die Register der Hofkammer entzog, sie einer unmittelbaren Erledi­gung in seinem Sekretariat zuführte und nach erfolgter Entscheidung hier auch aufhewahren ließ. In die so entstehende Präsidialregistratur nahmen Hatzfeld und seine Nachfolger auch Stücke ihrer persönlichen Amtskorre­spondenz, vor allem aber solche kaiserliche Billette und durch diese ausgelöste Vorträge auf, die wegen ihres Inhaltes nur einem engen Kreise bekannt werden sollten. Die Verzeichnung der Stücke in dem uns heute vorliegenden Register mit Index und ihre Bezeichnung als „Präsidialakten“ erfolgte erst im 19. Jahr­hundert, also lange nachdem 1782 die Zusammenlegung von Hofkammer und Hofkanzlei durch Kaiser Joseph II. dieser Registratur ein Ende bereitet hatte. Sicher ist dieser Verzeichnung eine Ausscheidung zahlreicher Stücke und die Auflösung einer heute noch in Spuren erkennbaren Registraturs­einteilung vorausgegangen. 7 Faszikel. 3. Bittschriften um Kameraldienste in Galizien Es ist eine Sammlung der in den Jahren 1795—1796 beim Directorium eingelaufenen Ansuchen um Kameralanstellungen in dem bei der dritten Teilung Polens an Österreich gekommenen Westgalizien. 4 Faszikel. 4. Niederländische Pensionen Hier erliegen die Protokolle und Akten jener Direktorialkommission, die im Sinne des kaiserlichen Handschreibens vom 30. November 1795 die Pensionsansuchen der bei Abtretung Belgiens an Frankreich stellenlos gewordenen niederländischen Staatsbeamten erledigte. 2 Faszikel. 33. Postakten (16. bis 18. Jahrhundert) 1. Postwesen — Generalien *) (= Alte Postakten) Die Bezeichnung als „Generalien“ ist, wenn überhaupt, nur für die letzten Jahre beiläufig zutreffend für diese Sammlung von Akten, die, in der Zeit von J) Vgl. dazu Österreichisches Camerale, Fasz. 9; Ungarisches Camerale, Fasz. 43; Siebenbürgen, Fasz. 23, bzw. 22.

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