Inventare Teil 5. Band 7. Gesamtinventar des Wiener Haus-, Hof- und Staatsarchivs (1938)
Belgien, von Oskar Schmid
88 Belgien. Repertorium XXII, Luxembourg et Comté Chiny, Inventaire des chartes (AB. 190) mit 7 Stück;1 Repertorium XXI, Procés-verbal de Desnans (AB. 191) mit 2 Stück;* 1 2 Repertorium P, Inventaire des Archives des Pays-bas (AB. 195) mit etwa 7 Stück.3 Aus den sogenannten Tournaier Akten (Repertorium DD, Abt. B, s. unten IV C c 10) stammen Laenen Nr. 491 und 593. Zieht man in Betracht, daß von den in AB. 402 eingetragenen Stücken sich 38 gleichzeitig in anderen Repertorien, die in AB. 401 verzeichneten Urkunden jedoch ohne Ausnahme in anderen niederländischen Behelfen vorfinden, so bleibt nach Abzug der Doppel- und Dreifacheintragung eine Menge von mehr als 150 Stück Urkunden übrig, die in den genannten Repertorien nicht untergebracht werden konnte. Ihr Ursprung ist mangels aller Kennzeichen dunkel, manches dürfte jedoch noch in das Repertorium XXII olim XXV (AB. 404) oder Repertorium P (AB. 195) einzuteilen sein. Eine reinliche Scheidung aller dieser Bestände scheint also heute nahezu unmöglich und hätte auch angesichts des nur bruchstückweisen Vorhandenseins des ursprünglichen Umfanges der einzelnen Repertorien keinen oder nur sehr untergeordneten Wert. Eine Zerlegung wäre auch deshalb sehr schwierig, vielleicht sogar unmöglich, da die Repertorien heute für ein solches Unternehmen schon ungeeignet sind. Bei ihrer zum Teil sehr unübersichtlichen und mangelhaften Führung, die im Laufe der verschiedenen, allmählich vor sich gehenden Auslieferungen noch durch verschiedenartige Notizen und Verweise weiter verwirrt wurde, müßten dahin gerichtete Bemühungen an einem gewissen Punkt scheitern. Trotz des verhältnismäßig sehr geringen Umfanges unserer niederländischen Urkundenabteilung und der ihr entschieden mangelnden Geschlossenheit stellt sie gewiß mit einen der interessantesten Urkundensich ferner noch folgende belgische Bestände verzeichnet: 10 Urkunden aus AB. 404, die in die Allgemeine Urkundenreihe gerieten (vgl. oben Anm. 4); desgleichen gelangten 6 Stück ursprünglich in AB. 190 verzeichnete Urkunden (vgl. unten Anm. 1) und 4 Stück vermutlich aus Rep. P ebendorthin; 2 Stück aus Kep. P, Abt. B (alte Eeihung 698, unten III h) befinden sich heute in Rußland, Fasz. 1. 1 Davon sind 4 Stück auch in AB. 402, 8 Stück in AB. 402 und AB. 401 eingetragen. 6 Stück des vorliegenden Bestandes (eingetragen auch in AB. 401) sind in die Allgemeine Urkundenreihe, 1 Stück in Eep. P C, Fasz. 8 (vgl. unten III i), geraten. 2 In Rep. XXI fanden seinerzeit nebst anderem viele Materialien des Eep. P (vgl. unten III) Aufnahme — so sind z. B. auf fol. 71 v. die Nummern 245—252 gleich P C 245 (alte Reihung) —, die aber von dem Grafen J. B. Wynants wieder in das Eep. P eingefügt wurden. Diese Rekonstruktion wurde speziell in dem vorliegenden Behelf vermerkt, meistens aber nur angedeutet, etwa in der Form: „remise dans la correspondance de l’Empereur et de la reine“ oder „remise dans la Hasse intitulé correspondance de France“ usw. 3 Davon sind 3 Stück auch in AB. 402 eingetragen. Vgl. Brandi (oben S. 81 Anm. 2) VII, 232, 233, 238, 241, 243, 250, 251, 258 und XI, 534, wo 9, bzw. 11 Stück (der bei Brandi VII, 243 zitierte Bündnisvertrag der kaiserl. und clevischen Deputierten von 1544 Jan. 2 umfaßt 3 Stück, Laenen, Nr. 513—515) der Niederländischen Urkunden der Herkunft nach dem Rep. P zugewiesen werden. Davon stammen 6, bzw. 8 Stück ursprünglich aus Rep. XXII olim XXV (AB. 404), sind also aus diesem im Umwege über Rep. P in die Abteilung der Niederländischen Urkunden gelangt.