Inventare Teil 5. Band 7. Gesamtinventar des Wiener Haus-, Hof- und Staatsarchivs (1938)
Die Registratur des Haus-, Hof- und Staatsarchivs, von Franz Hüter
474 Die Registratur des Haus-, Hof- und Staatsarchivs. sind geschrieben von Rosenauer bis 1865 (zeitweise vertreten von Klemm und Thomayr) und von Thomayr (vertreten durch Klemm) bis 1873. Dieser betätigt sich auch noch weiter bis Mai 1880 an der Protokollführung, neben ihm von den jüngeren Konzeptsbeamten Felgel, Winter, Schrauf und Paukert. Dann tritt Klemm an seine Stelle, neben ihm und nach seiner Versetzung in den Ruhestand ausschließlich führen die vorgenannten, damals jüngsten Konzeptsbeamten (vgl. Bd. I S. 111*) Protokoll, ferner Nadherny und Lampel, seit 1883 auch Györy. Dieser übernimmt mit Juli 1884 die fast ausschließliche Protokollführung und behält sie bis Juli 1887 bei, um sie dann Ankert zu übergeben, der sie (neben Voltelini und Györy) bis März 1900 innehatte. Es folgen: Inglsperger bis Juni 1909, Luntz (vertreten durch Inglsperger) bis Ende 1910, Prankl (vertreten durch Inglsperger und Zenegg) bis Ende 1912, Zenegg (vertreten durch Prankl) bis Juli 1914, dann abwechselnd Prankl und Groß und ab September 1914 bis Februar 1916 Stowasser, dann wieder Prankl bis Juli 1925 (vertreten von Zenegg, Pfandler und Marek), seither Marek (vertreten von Dollhopf). Zum Ersatz der fehlenden Protokolle (Geschäftstagebücher) für die Zeit von 1749—1841 hat 1926 Bittner zusammen mit Kletler ein Stückverzeichnis der Verwaltungsakten angefertigt, mit den aufgefundenen Protokollen (Geschäftstagebüchern) Delitschs und Reinharts vereinigt und als ersten Band aufgestellt,1 so daß heute die Reihe der Protokolle vollständig vorliegt: Bd. 1: 17421 2—1845, Bd. 2: 1846—1851, Bd. 3: 1852—1855, Bd. 4: 1856—1858, Bd. 5: 1859—1862, Bd. 6: 1863—1865, Bd. 7: 1866—1870, Bd. 8: 1871—1876, Bd. 9: 1877—1881, Bd. 10: 1882—1884, Bd. 11: 1885—1888, Bd. 12: 1889—1892, Bd. 13: 1893—1896, Bd. 14: 1897—1899, Bd. 15: 1900—1903, Bd. 16: 1904/05, Bd. 17: 1906, Bd. 18: 1907/08, Bd. 19: 1909/10, Bd. 20: 1911/12, Bd. 21: 1913, Bd. 22: 1914/15, Bd. 23: 1916 bis 1918, Bd. 24: 1919/20, Bd. 25: 1921, Bd. 26: 1922, Bd. 27: 1923—1924/1, Bd. 28: 1924/11 (davon erster Teil Entlehnprotokoll 1908—1922), Bd. 29: 1925, Bd. 30: 1926, Bd. 31: 1927, Bd. 32: 1928, Bd. 33: 1929, Bd. 34: 1930, Bd. 35—41, 1931—1937, pro Jahr 1 Bd. Angeschlossen: 1 Mappe mit Verzeichnis der fehlenden Geschäftsstücke 1749—1926. C. Indizes (Weiser). Der Mangel einer geordneten Führung von Geschäftstagebüchern hat sich, nachdem das Archiv nach den Flüchtungen der napoleonischen Kriegsjahre endlich zur Ruhe gekommen war, doch so stark bemerkbar gemacht, daß man daran ging, die Akten von Anbeginn an fortlaufend zu numerieren und den Inhalt wenigstens in einem alphabetischen Materien- und Namen1 Für die Akten der Reg. des StA. vor 1806 kommt außerdem noch AB. 2/1 und das von Knechtl angefertigte Verzeichnis in AB. 417/1, f. 27—43 in Betracht, siehe oben S. 473. 2 Vor 1749 liegt ein einziges, später eingereihtes Stück: „Anmerkungen über die vom Wienerischen Hof der schuldigen Auslieferung des Reichsarchivs entgegengestellte und denen öffentlichen Zeitungen einverleibte Einwendungen anno 1742“ (gedruckt Fellner- Kretschmayr, Zentralverwaltung 1/3, S. 483).