Inventare Teil 5. Band 6. Gesamtinventar des Wiener Haus-, Hof- und Staatsarchivs (1938)

Die Handschriftenabteilung von Fritz Antonius

II./2. H. Haus-, Hof- u. Staatsarchiv — I. Länderstellen: Graz. 195 901, 907 und 978 haben ihn zum Verfasser. — Strahl: Von ihm stammt das Itinerar Karls V., Böhm 28. — Winter: Aus seinem Nachlaß stam­men ein Tagebuch über seine wissenschaftliche Lektüre: Suppl. 1184 und seine Passauer Regesten, Suppl. 1266. Außer diesen sicheren Zuweisungen ist in der Sammlung noch eine ganze Reihe von Bänden vorhanden, deren Verfasser oder Schreiber zwar nicht bekannt sind, die aber wohl ebenfalls in den Reihen des Archiv­personals gesucht werden müssen. Zu diesen Bänden gehören unter anderen folgende Handschriften: Böhm ad 450,1 584, 631, 881, 894, 902, 973, 991, 1037, Suppl. 23, 1103—1135, 1144. Die zuletzt angeführten (Suppl. 1103—1135, 1144) nehmen dabei eine eigene Stellung ein. Es handelt sich hier nämlich um die von Hormayr zu Beginn des 19. Jahrhunderts bewerkstelligte Sammlung von Abschriften verschiedener Stadt- und Klosterurkunden, deren Originale dem StA. zur Abschriftnahme leihweise überlassen worden waren (vgl. oben S. 126). Allerdings ist diese Sammlung offenbar auch aus den Beständen des StA. selbst ergänzt worden, denn es finden sich darin eingestreut zahlreiche, sichtlich viel ältere Abschriften.1 2 Zweifellos aber ist die ganze umfang­reiche Serie als Provenienz StA. anzusprechen. Zu erwähnen ist hier auch der Band Böhm 728, eine Abschrift des Codex Basiliensis, die im Jahre 1838 von Adalbert Böhm im StA. hergestellt worden ist.3 I. Länderstellen. Graz. Was heute in der Sammlung vorhanden ist an Einheiten, die den Beständen der einstigen Grazer Zentralstellen entstammen, ist fast durch­wegs von Meiller im Jahre 1846 nach Wien gebracht worden.4 Auch wo seine Verzeichnisse versagen, wird man in der Regel dieses Einlieferungs­jahr annehmen können. Meiller hat damals in Graz alle Provenienzen er­faßt, die in Frage kamen, und so finden wir auch unter unseren Handschrif­ten sowohl die Kanzlei des Erzherzogs Karl als auch die innerösterr. Re­gierung, die Hofkammer und — vereinzelt — den innerösterr. Hofkriegsrat vertreten. Folgende Handschriften kommen unter anderen hier in Betracht: Böhm 155, 576; Suppl. 32, 33, 34, 35, 36, 37, 38, 39, 40, 41, 42, 43, 44, 45, 46, 78, 381, 384,5 396,6 397,7 433, 1169, 1170, 1181. Davon sind die Bände Suppl. 32—37, 42—46, 381 und die Mehrzahl der Kammerbücher, Suppl. 384, heute dauernd nach Graz entlehnt, so daß nur eine relativ geringe Zahl noch in der Sammlung übrig ist. Herkunft und Einlieferungszeit der Handschriften Suppl. 433, 1169, 1170 und des Wap­penbuches Suppl. 1181 sind unsicher. Es sei hier auch noch hingewiesen 1 Angefertigt 1843 für I.E.Kopp in Luzern; ins StA.zurückgelangt 1898, vgl.oben S. 179. 3 Vgl. z. B. zu Suppl. 1126 die Ausführungen zu AB. 190 im Bd. I S. 201. 3 Vgl. oben S. 149f. und unten Abschnitt Geistliche Provenienzen, Basel. * Vgl. oben S. 150. 8 Kammerbücher. Es mag dahingestellt bleiben, ob diese Bände, die in Wien ent­standen, jahrhundertelang in Graz verwahrt waren, der Wiener oder der Grazer Hofkammer zuzuzählen sind. Vgl. Abschnitt Hofkammer (oben S. 185). 6 Innerösterr. Hofkriegsrat. 7 Teile dieses Sammelbandes. 13*

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