Inventare Teil 5. Band 4. Gesamtinventar des Wiener Haus-, Hof- und Staatsarchivs (1936)
Staatskanzlei (Ministerium des Äussern) von Josef Karl Mayr
Diplomatische Korrespondenz. 415 1866 wurde der Bestand aus Archivalien der Kabinettskanzlei von 1772: bis 1789 bereichert (Filiale A), ebenso in den Achtzigerjahren aus Johann Freiherrn von Wessenbergs Nachlaß, desgleichen 1900 aus dem Gesandtschaftsarchive München. Die jüngeren Instruktionen (bis 1848) scheinen 1902 aus der administrativen Registratur hinzugekommen zu sein. — Zu beachten ist, daß die Gesandtschaftsinstruktionen der Staatskanzlei nicht nur in diesem Sonderbestande, sondern auch in den übrigen Abteilungen der diplomatischen Korrespondenz zu finden sind. — Bestände: 14 Fzz. alphabetisch nach Eigennamen (zumeist aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts).1 Kleinere Betreffe. Die Abteilung Kleinere Betreffe — es sind im wesentlichen die kleineren, später mediatisierten (säkularisierten) Reichsstandschaften, auch Postwesen, Reichskammergericht und Rheinbund darunter verstanden — dürfte 1868 angelegt worden sein, in welchem Jahre der Großteil des. ganzen Bestandes, im allgemeinen bis 1829, aus der alten Registratur ins StA. (Filiale B) gelangt ist.1 2 Einzelne Aktengruppen, so Anhalt, Einsiedeln, Passau, Salm und Salzburg, sind dem StA. schon früher (1829 und 1851} ganz oder teilweise zugekommen. Um 1880 sind die Aktengruppen Sickingen und Stadion aus den Miszellaneen der Reichshofkanzlei bereichert worden. Ebenso 1886 die Aktengruppe Hohenzollern aus dem Archive des kaiserlichen Geschäftsträgers bei den hohenzollernschen Häusern. Ferner finden sich in der Aktengruppe Johannisberg Archivalien aus den Kanzleien des Generalgouverneurs von Mainz (1815/16) sowie der Gesandten von Frankfurt (1816—1853), Darmstadt (1853—1872) und Stuttgart (1872 bis 1890) 3 vor, die ihr vor 1900 einverleibt worden sind. 1902 und später hat der ganze Bestand aus den Akten der administrativen Registratur von 1830—1860 sowie aus den damals aufgelösten „Notis variis“ der Staatskanzlei mehrfache Zuwächse erfahren. Bestände: 21 Faszikel folgenden Inhalts: Fz. 1 Anhalt 1758—1847 mit Nachträgen, Arenberg 1791—1830, Augsburg (Hochstift und Stadt). 1776—1796; 2, 3 a Basel (Hochstift und Fürstentum Pruntrut) 1814—1817; 3 a Bentheim 1817, Bentink 1835—1843, Berg 1808—1813; 3 b Brandenburg (Ansbach und Bayreuth) 1706—1793; 4 Bremen 1676—1860; 5 Con- stanz (Hochstift) 1815, Colloredo-Mannsfeld 1810, Croy-Dülmen 1813—1822, Dietrichstein 1819—1839, Dürckheim-Montmartin 1814—1816, Einsiedeln 1801, Eltz 1778—1814, Fränkische Grafen 1794, Fugger 1810—1823, Fürstenberg 1801—1842; 6 a Hohenlohe 1810—1856, Hohenzollern (Hechingen und Sigmaringen) 1807—1850, Holstein (Augustenburg und Eutin) 1814 bis 1838, Isenburg 1805—1846, Leiningen 1814—1843, Leyen 1762—1818, Liechtenstein 1806—1840 mit Nachträgen, Lippe (Schaumburg und Detmold) 1814—1858, Löwenstein-Wertheim 1815—1832, Lübeck 1814—1860, Mainz 1807; 6 b—1 Johannisberg 1815—1890; 7 Mecklenburg (Schwerin und 1 AB. 32/1 (Paukert), 40/4 (Winter). 2 Die Aktengruppe Löwenstein-Wertheim mit einigen Stücken aus Gentzens Nachlaß. 3 Diese Archivalien hat Winter 1897 übernommen und eingeteilt.