Historische Blätter 5. (1932)

Ferdinand Bilger: Karl Albert von Sardinien und General Thurn

den Kanonen-Donner ausserhalb Nowara und um der Disposizion im Allgemeinen zu folgen, und dennoch möglichst ä portée zu bleiben (und) gegen Nowara zu wirken nahm ich meine Marschrichtung über Casalino auf die Hauptstrasse zwischen Vercelli und Nowara. In Casalino traf mich die Aufforderung des Herrn Feld­zeugmeister d’Aspre in des Feindes Flanke zu wircken. Ich marschierte daher mit dem Corps ohne Aufenthalt auf der Hauptstrasse gegen Nowara, wo ich gegen 6 Uhr abends eintraf.“ — In dem Privatbriefe Thurns an Douglas Graf Dietrich­stein fand sich folgendes Beilageblatt: „Copia. Beisatz S. E. des Feldmarschalls Grafen Radetzky zu seiner Unterschrift auf meiner Spedes-facti um Bewerbung des Commandeurkreuzes des M. Theresien-Ordens: ,Mit Vergnügen bekräftige ich dem einsichtsvollen und tapferen Commandanten des 4. Armeecorps Feldmarschall­leutnant Grafen Thurn, dass derselbe nachdem ihn die von mir abgesendeten Ordo­nanzoffiziere bei seiner, wegen genauerer Kenntnis des Terrains genommenen Marschrichtung über Confienza und Cameriano auf die Strasse von Vercelli nicht zur rechten Zeit erreichen konnten, mit seinem Corps aus freiem Antriebe, die ihm zu­gemutete entscheidende Angriffslinie gegen Flanke und Rücken des Feindes aus kluger Auffassung und Eindringen in den Geist der Disposition nahm und dadurch auf das Wesentlichste zum Gewinn der Schlacht von Novarra beitrug.' Mailand, den 20. April 1849.“ — Seine Leistungen im Feldzuge des Vorjahres hat Thurn in der folgenden Schrift selbst dargestellt: „Beiträge zur Geschichte des Feldzuges im Jahre 1848 in Italien. Von einem hohem kais. königl. Offizier. Wien, 1850. Gerold und Sohn.“ 22

Next

/
Thumbnails
Contents