Hidrológiai Közlöny 1981 (61. évfolyam)
7. szám - Juhász Ede: A Balaton hínártérképezése
Juhász E.: A Balaton hínártérképezése After three weeks the corroct interpretation of the weed areas was ehecked írom a vessel, and the weed species were identified, using 1 : 5000 scale enlargements. The weed areas to be represented on maps and the water edge of the reed beit were traoed on 1 : 7500 scale enlargements, whereafter these were transformed to the latest 1:10 000 scale maps of Laké Balaton by means of a Zeiss-type plotter. Transformation was aceomplished on the basis of eoincident points on the maps and photographs using the terrestrial parts, which covered about one half of the area photographed. From the weed maps of 1978 consisting of 56 sheets of 1 : 10 000 scale, it could be established that the underwater weeds cover 6.5 km 2 in varying distribution out of the 600 km 2 surface area of Laké Balaton. The length of the shorelinejn km units, the totál weed area in hectare units, as well as the average weed area per km shoreline (hectare/km) is illustrated in Fig. 1, by shore sections and these are represented graphically as well. The tributary inflows with weed growth before their mouth were alsó indicated. The distribution according to size and the average values of the 666 weed areas represented on the map have been compiled in Table 1. A few long, narrow weed areas, extending parallel to the shore line were alsó detected in Laké Balaton. From these maps it is eoncluded that the weed prefers protected areas, such as before and between reed stands, ports, breakwaters, structures and beachés. Weed areas exist before reeds and protected shores alike, but weed-free reed stands and protected shores are alsó common. Before somé tributary inflows weeds prolificate, but before many there is little, or virtually no weed. Large masses of weed grow on loose bottom (silt and sediment accumulation, marshy or disturbed soil), while bazaltic soils are weed free. These areas are deseribed in detail, together with the occurrences of the individnal weed species. On the southern shore the weed areas extend from 50 to 200 m from the shoreline and to 0.5—1 m depth, whereas on the northern shore to 200—1000 m and 1.5—2.5 m dopth. On the southern side, from Kenese to Keszthely which is largely developed and preferred for bathing, round 8 % of the area between the shore and the 1.5 m depth contour line is covered by weeds. At the time of photography and site verification, the water surface off Szigliget and Keszthely (Badacsony, Győrök, Berény) was covered with green algae. In the same areas the weed maps of 1976 revealed no algae, but the weed area was five times as large as in 1978. From a comparison of the two maps it is eoncluded that the great bulrush and ceratophyllum weed species to be firmly rooted in the bottom, whereas the other weed species showed changes in location, shape and volume. Laichkrautkartierung des Balaton Juhász, E. Die bereits öfters versuchte terrestrische geodátische Vermessung des Laichkrautes ist ein langsames, kostspieliges Verfahren und sein grösstes Hindernis ist der den zweidrittel Teil der 200 km lángon Uferlinie des Balaton umfassende Röhricht. Zur transformierbaren Luftaufnahme der vom Ufer im allgemeinen bis zu 500 m hineinreichenden Röhrichte ist eine Flughöhe von mehr als 1 km notwendig. Bei herkömmlicher Luftaufnahme wird die Aufnahme durch den von der Wasseroberflache zurückgeworfenen und in der Luft stark diffusen blauen Lichtstrahl überexponiert und das unter dem Wasser bcfindliche Laichkraut gibt kein auswertbarcs Bild. Die Kartierung des Laichkrautes wurde durch die multispektrale Luftaufnahme Hidrológiai Közlöny 1981. 7. sz. 321 ermöglicht. Durch die entsprechende Auswabl der Farbfilter und der Filmé ist jede Wellenbreite richtig exponiert und das Laichkraut gut erkennbar (Bild 1—6). Am 26. Juli 1978 wurden die Röhrichte des Balaton aus 1.3 km Höhe in 1:32 500 mit vier HasselbladI'hoto-Apparate ringsum photograj)liiert. Sowohl dio farbigen als auch dio blauen, grünen und rőten Farbfilter-Aufnahmen deckten eine Flache von 1,8x1,8 km und der kleinste Teil war 0,5 m. Nach drei Wocben wurde mit 1 : 5000 Vergrössorungen vier Tage hindurch die riclitige Interpretierungder mit Laichkraut bewachsenen Flachen von einem Sehiff kontrolliert und dio Laicbkrautarten identifiziert. An Vergrösserungen von 1 : 7500 wurden die an der Karte darzustellenden Laichkrautflecke und der Rand des Röhrichts von der Wasserseite gesehen umrissen und sodann mit Hilfe eines Zeiss-schen Luftbild umzeichners auf die neuesten 1: 10 000 Kartenbliitter des Balaton transformiert. Die Transformierung geschah mit den, ungefahr die halbe Fláche der I'hotographien ausfilllenden, Festlandstreifen abgestimmten Photoplánen dureh Deckung der gemeinsamen Punkte. Aus der Laichkrautkarte kann festgestellt werden, dass unter dem 600 km 2 Wasserspiegel dos Balaton an 6,6 km 2, je Uferstrecke Laichkraut in verschiedener Vorteilung vorhanden ist. In der Abbildung ist dio Lángé (km) der Uferlinie innerhalb dieser Strecken, weiters die Gesamtfláche (ha) des vor dieser befindlichen Laichkrautes und das auf 1 km Uferlinie entfallende Laichkrautgebiet (ha) km angegeben, was auch im Graphikon veranschaulicht ist. Es wurden auch jene Zuflüsse' bezeiclmet bei d(;ren Mündungen mehr-weniger Laichkraut vorhanden ist. In der 1. Tabelle wird die umfanggemásse Verteilung der an der Karte veranschaulichten 666 Stk Laichkrautf lecke und ihr Durchsclmittswert gezeigt. lm Balaton sind auch einige mit dem Ufer parallel verlaufenden schmale, lange mit Laichkraut bewachsenen Streifen vorhanden. Aus der Karte kann festgestellt werden, dass das Laichkraut die geschützten Stellen bevorzugt, wie: Vorraumo der Röhrichte, die Ráume zwischen den Röhrichten, Hafen, Molen, Bauwerke, Strandbáder. Laichkraut ist findbar sowohl bei Röhrichten oder bei ausgebauten Ufern, zugleich gibt es aber auch laichkrautfreie Röhrichte und ausgebaute Ufer. Einige Mündungen sind stark mit Laichkraut bewachsen, bei vielen gibt es aber nur kaum Laichkraute oder sind solche überhaupt nicht vorhanden. In lockeren Bettsohlen (Anhaufung, Geschiebeablagerung, Moorböden, aufgelockerte Böden) gedeiht das Laichkraut massenhaft, an basaltbaltigen Böden ist es aber nicht findbar. Die obenerwáhnten Flachen sind im Artikel angefiihrt, so aueh die Orte dos Vorkoinmens der verschiedenen Laicbkrautarten. Die vom Ufer gerechnete Entfernung der mit Laichkraut bewachsenen Flachen betragt am Südufer 50— 200 m, die Tiefe 0,5—1 m, wáhrend am Nordufer die Entfernung 200—1000 m bzw. die Tiefe 1,5—2,5 m betragt. An der zum Baden günstigen und grösstenteils ausgebauten südlichen Seite, von Kenese bis zu Keszthely sind 8 % des Gebietes zwischen dem Ufer und der 1,5 m Tiefenlinie mit Laichkraut bewachsen. Beim Photographieren und wáhrend der Besichtigung an Ort und Stelle war die Wasserfláche der Bucht bei Szigliget und Keszthely (Badacsony—Győrök—Berény) mit Grünalgen bedeckt. In diesen Buchten war bei der Laichkraut- Kartierung im Jahre 1976 keine Veralgung zu verzeichnen, aber es bildeten sich fünfmal soviel laichkrautbewachsenen Flachen als im Jahre 1978. Laut der Vergleichung der zwoi Kartierungen blieb Binsengras und Tümpelunkraut an der Stelle, wáhrend die übrigen Laicbkrautarten ihre Ablagerung, Form und Stückzahl verandert habén. N