Hidrológiai Közlöny 1970 (50. évfolyam)

6. szám - Dr.Kádár László: A szennyvizek elkeveredése folyóban

D)'. Kádár L.: A szennyvizek elkeveredése Hidrológiai Közlöny 1970. 6. sz. 285 Konzentration mit fortlaufender Spurstoffdosierung, konkrété Daten erhalten. Wir fassen nun den in der Ab­handlung den im Laufe dieser Untersuchungen ent­wickelten Gedankengang und seine Ilesultate zusam­men. Das in Flüsse mit höherer Abflussmenge eingeleitete Abwasser gelangt im Augenblick des Eintritts unter den Einfluss der Strömungskennwerte des Vorfluters. In kurzer Zeit strömt. es den zu den hydrologischen Ge­gebenheiten des Flusses gehörenden hydraulischen Ge­setzen entspreehend weiter und übernimmt deren Be­wegungseharakteristiken Auf die Energiezerstreuung folgt in diesem Fali gleichzeitig auch ein Stoffüber­gabeprozess, was die Verteilung des Abwassers im Was­serraum, die Konzetrationsverhaltnisse bestimmt. Die Verteilung der Konzentrationen wird durch die anisotropen Strömungsbedingungen bedeutend beein­flusst. Für die Praxis erhalten wir dann wertvolle Er­gebnisse, wenn wir die Konzentrationsverteilung in der durch die den tatsáchlichen Verhált nissen entsprechen­den anisotropen Einflüsse veránderten Form unter­suc-hen. Aus diesem Gesichtspunkt können wir die Uin­grenztheit des Wasserraumes als entscheidendes Mo­ment betrachten, nachdem die Grenzfláehen ihren Ein­fluss als Reflexionsfláchen ausiiben. Die Konzentrationsverteilung kann aufgrund der Dif­fusionstheorie angenáhert werden. Die Ahnlichkeit der Prozesse ermöglicht die allgemeine Anwendung der die molekulare Diffusion beschreibenden Mischungen, auch für die Konzent ration der auf Einfluss der makro­skopischen Bewegungen eintretenden Verbreitungspro­zesse und Verteilungen. Zur mathematisehen Annáhe­rung kann die — die Diffusion im allgemeinen beschrei­bende — als das zweite Ficksche Gesetzt bekannté, Dif­ferentialgleichung (1) als Grundlage genommen werden. Unter Berüeksichtigung der einfacheren mathemati­sehen Behandlung sowie der praktischen Annáherung des Problems, richten sich die Forschungen haupt­sáchlich auf die sich in einer Dimension abspielende Dif­fusionsuntersuchung. Im Falle turbulenter Strömung kann aber die Verwendung des mathematisehen Modells, wegen Vernaehlássigung der Stoffübergabe, zu falsche Folgerungen fiihren. Die aufermischung folgende Stoffübergabe in Flüssen hat, G. J. Ttiylor mit Berüeksichtigung der in Lángs­richtung erfolgten Vermischung besehrieben [3]. Die Gleichung kann von verschiedenen Anfangs- und Grenz­bedingungen abhángig gelöst werden. Mit Annahme ei­ner Verteilung in Langsrichtung des stossartig ankom­menden Verunreinigungsstoffes, erfolgt die Lösung mit Gleichung (4). Zur allgemeinen Praxis der Abwasserzuleitung steht die Bedingung der kontinuierlichen, zeitlich nahezu be­standigen Belastung náher. Die Donau-Untersuchungen strebten die Feststellung der Konzentrationsverteilung unter solchen Gegebenheiten an. In der gegebenen geo­metrischen Verfassung kann die in einer Dimension ge­prüfte, in Langsrichtung erfolgte Vermischung unmit­telbar nicht gedeutet werden, weil wir mit einer zweidi­mensionaler Erscheinung gegeniiberstehen. Trotzdem können wir die Beschreibung des Prozesses auf den für die eindimensionelle Erscheinung entwiekelten Gedan­kengang zurückführen. Indem wir aus einer punktartigen Quelle fortlaufend eine zeitlich bestándige Verunreinigungsstoffmenge in den turbulent strömenden Wasseri aum einbrachten, ha­bén wir den Verlauf der Konzentrationsverháltnisse in der Richtung der Hauptströmung, in verschiedenen Ent­fernungen gepriift. Wesentlich ist die Verfolgung der longitudinalen Veranderung der Konzetrationsmaxi­mums, die auf grund der in eindimensionellen Vertei­lungsform angenáhert werden kann. Wenn wir die Er­scheinung als eine Reihe von Diffusionsprozessen (Abb. 3) betrachten, die sich in der Háuptströmungsrich­tung in wáhrend einer Zeiteinlieit zurückgelegten Lauf­lánge entsprechenden breiten Kanálén, in Querrichtung eindimensionell abspielen, dann können wir die Werte der maximalen Konzentrationen der Zeit bzw. dem Ort entspreehend aufgrund der Weiterentwicklung dieser Gleichung (4) bestimmen und erhalten die Zusaimnen­hange (7) und (8). Die Gestaltung der maximalen Kon­zentrationen der Lángé entlang veransehaulicht, auf­grund der Daten der Donau-Verteilungsuntersuchung, die Abb. 4. Der in der Gleichung figurierende Verrni­schurigskoeffizient ist eine von den turbulenten Eigen­art der Strömung abhangige, das Mass der Verbreitungs­geschwindigkeit der Konzentration ausdrückende Kenn­ziffer. Im Falle des untersuchten Verteilungsmodells kann dies in der auf die Hauptströmungsrichtung ver­tikale Projektion bedeutet werden. Aus der geometrischen Betrachtung des Verlaufs der turbulenten Diffusion können wir darauf folgern, dass der Vermisehiingskoeffizient als Funktion der den Be­wegungszustand des Wasserraumes kennzeichnenden Mengen aufgeschrieben werden kann. Momentán sind wir aber nicht in der kage, dass wir die Charakteristi­ken des turbulenten Verhaltens der Flüsse, ihre Auf­einanderwirkung »in<l ihre Abhángigkeit /.ahlenmássig kennen würden. Der aufgrund des Taylor-Modells eindimensionell un­tersuchten Verteilungstyp entspricht der Gausschen Norrhalverteilung. Diese Annahme habén die mit Quer­Verteilungsuntersuchungen an der Donau gemessenen Konzentrationswerte nicht unterstützt (Abb. !>.). Auf­grund der erhaltenen Konzentrationswerte habén wir angenommen, dass die elementare Anderung der Kon­zetration in der Querrichtung mit dem Wert der zu dem untersuchten Ort gehörenden Konzentration (y) propor­tional ist Abb. 6.). Die Lösung des aufgrund dieses gedan­kens aufgeschriebenen Differenl ialgleichung (10) ent­spricht neben den gegebenen Grenzbedingungen der Gleichung (II). Aus dem die Anderung der Konzentra­tion in Querrichtung ausdrückenden funktionellen Zu­sammenhang (12, 13) stellt sich heraus, dass die Werte der zu den einzelnen y-Punkten gehörenden Konzentra­tion durch die maximale Profilkonzentration und dem charakteristisehen Profilbeiwert (y 0) bestimmt wird. Der Wert des Profilbeiwerts ist mit der Entfernung iden­tigch, wo <ler Konzentrationswert gerade das e _ 1-fache der maximalen Profilkonzentration ist. Durch Weiterentwicklung der Verteilungsfunktion kann die Gleichung der Isokonzentrationskurven be­stimmt werden. Die praktischen Grenzen der Diffusi­onsspur können mit Annáherungsverfahren bestimmt werden. Anlásslich der Verteilungsuntersuchung in der Do­nau, habén die in je einem Senkel gemessenen durch­schnittlichen Konzentrationswerte die theoretischen Verteilungskurven gut angenáhert (Abb. 8). Trotzdem sind für die Feststellung der allgemeinen Gültigkeit des gezeigten Verteilungsmodells weitere Messungen im Gang. •

Next

/
Thumbnails
Contents