Hidrológiai Közlöny 1967 (47. évfolyam)

4. szám - A Magyar Hidrológiai Társaság 50 éves jubiliumi ülésének előadásai - Dr. Kertai Ede: A vízgazdálkodás szerepe a népgazdaságban

Kertai E.: A vízgazdálkodás szerepe Hidrológiai Közlöny 1967. 4. sz. 213 — BeHrepCKoe B0flH0e XO3HHCTBO ynpaBjjHe-rcji e«H­HOIÍ BOAOXOXHHCTBEHHOÍÍ rocyflapcTBeHHoii CJiy>K6oíÍ, PÍIAOM ueHTpaJibHoro ynpaBjieHHfl MecTHbie 3aivieqa­HI1H H MecTHbie yCJIOBHH TaK>Ke B ŐOJlbllIOH Mepe yiHTbl­BaioTCH. 3anHTepecoBaHHbie opraHbi MoryT co3AaBaTb BO­íioxo3HÍicTBeHHbie oőbeaHHeHHH. B HacToamee BpeMH pa­ŐOTaeT OK. 300 BOA0XO3ÍIÍÍCTBCHHbIX OÖbertHHeHHH, 06­jiacTb AeHTenbHOCTH K0T0pi»ix pacnpocTpaH5iercH Ha 72% Been TeppHTopiiii CTpaHbi, B0flOXO3ílflCTBeHHaa AeflTeJIbHOCTb OCHOBblBaeTCfl Ha npoiHbix HayHHbix ocnoBax. B BoAOXo3íiHCTBeHHOM HayMHO-HCCJREFLOBATEJIBCKOM MHCTHTyTe paöoTaeT OK. 800 cneuiiajwcTOB cpeaii HHxöojibiiie HE.M 100 HH>KCHepoB), HHCTHTYT pacnojiaraeT MHO>KCCTBOM IIECJIEAOBATEJIBCKHX MecT. 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Die Verhütung der Wasserschaden wird auch immer von grösserer Bedeu­tung, weil die Wásser von schádlicher Menge und Güte mit der wirtschafliehen und kulturellen Entwicklung der Gesellsehaft immer grössere gesellschaftliche Werte gefáhi'flen. Die Wasserwirtschaft tritt in der ganzen Welt immer mehr und mehr in den Vordergrund und gestaltet ihre Verbindung mit den versehiedenen Zwei­gen der Volkswirtschaft auch immer enger. Der Entwicklungsgrad und die Zielsetzungen der Wasserwirtschaft sind von den Naturbedingungen der einzelnen Lánder sowie von ihrem wirtschaftlichen und kulturellen Niveau abhángig. Infolge der Naturgegebenheiten Ungarns verfügen die einzelnen Zweige der Wasserwirtschaft über jahr­hundertlange Traditionen. Mit der bedeutenden Ent­wicklung der Volkswirtschaft nach der Befreiung hat sich die wasserwirtschaftliche Tátigkeit notwendiger­weise verbreitet und wurde planmássig. Ein Drittel der landwirtschaftlich bestellten Gebiete Ungarns — 23 000 km- — wird mit Hoehwasserschutz­dammen vor Hochwásser geschützt. Das zeitweise durch Polderwásser überflutete Gebiet betrágt etwa 40 000 km 2. Der Landesdurchschnitt der Niederschláge betrágt 620 mm, ándert sich aber stark in Raum und Zeit. Der das Verháltnis zwisehen Verdunstung und Niederschlágen ausdrückende Ariditátsfaktor überschreitet an einem Teil des Alföld sogar 1,4. Die grösseren Wasserláufe entspringen ausnahmslos ausserhalb der Staatsgrenze. 96% des jahrlich durchschnittlich abfliessenden 120 km 3 Wassers stammt aus dem Ausland. Die gebietliche Verteilung des Wasservorrats gestaltet sieh sehr un­günstig; 90 % des Flusswasservorrats konzentrieren sich auf die drei grossen Flüsse: Donau, Tisza und Drau. Von unseren wasserwirtschaftlichen Aufgaben ist den Naturgegebenheiten entsprechend, der Hochwasser­und Poldersehutz herauszuheben. Da wir 99 % der hoehwassergefáhrdeten Gebiete geschützt habén, muss anstatt neuer Schutzlinien in erster Reihe die Sicherheit des Hochwasserschutzes erhöht werden. In der Polderwasserentwásserung muss erreicht werden, daSs diese anstatt der gegenwártigen 20—22 Tage, in 13—14 Tagén und die Sommer-Polderwásser binnen ein-zwei Tagén Abfluss finden. Die Bewásserung und insbesondere die Feldbe­wásserung hat sich nach der Befreiung in grossem Masse entwickelt. Zurzeit betrágt die bewásserte Fláche rund 385 000 ha. Wir sind bestrebt, die vorhandenen Bewásse­rungen in der Zukunft bei mássiger Entwicklung, besser zu nutzen. Für die VerSorgung der Bevölkerung mit Trink­wasser sind die Gegebenheiten günstiger, die Lage der Wasserversorgung ist aber wegen der Rückstánde aus der Vergangenheit, heute noeh nicht befriedigend. Heute sind 45% der Bevölkerung an der öffentlichen Wasser­versorgung beteiligt. Auf diesem Gebiet ist eine beschleu­nigte Entwicklung notwendig. Die grosszügige Entwicklung der Industrie hat den Industriewasserbedarf sprunghaft erhöht. Dies belastet die Wasserwirtschaft mit weiteren grossen Aufgaben. Ausser den angeführten ist auch in den übrigen wasserwirtschaftlichen Zweigen eine bedeutende Ent­wicklung zu erwarten. Der ganze wasserwirtschaftliche Investitionsvoranschlag des Fünfjahrplans 1965—70 betrágt 14 Milliárdén Forint, d. h. nahezu 6% der ge­samten Investition der Volkswirtschaft. Die nach der Befreiung veránderten und erhöhten Aufgaben habén neue Anschauungen, Methoden und Mittel erfordert. Die Entwicklung der ungarischen Wasserwirtschaft ist durch Folgendes charakterisiert: — Die GewásSer bilden als Naturschatz des ganzen Volkes ein Staatseigentum (Pargr. 6. des XX. Gesetzes vom Jahre 1949 über die Verfassung der Ungarischen Volksrepublik). — Die wasserwirtschaftliche Tátigkeit wird durch ein eigenes Gesetz geregelt (das IV. Gesetz vom Jahre 1964 über das Wasserwesen). — Die ungarische Wasserwirtschaft wird durch­eine einheitliche staatliehe Organisation gelenkt. — Neben der zentralen Leitung kommen die ört­lichen Anregungen und örtliche Kraftquellen zur Gel­tung. Die InteresSierten können Wasserwirtschaftliche Verbánde bilden. Zurzeit sind 300 solche Verbánde tatig, deren Betátigungsfeld 72 % des Landesgebiets umfasst. — Die wasserwirtschaftliche Tatigkeit steht auf fester wissenschaftlicher Gründlage. Ausser der mehr als 800 Personen (darunter mehr als 100 Ingenieure) beScháftigenden Forsehungsanstalt für Wasserwirt­schaft sind auch die Hydrologen der Wasserwirtschafts­Direktionen und ihre Laboratorien bestrebt, unter einheitlicher Leitung ausser den theoretischen For­schungen, auch bei der Lösung konkreter Aufgaben behilflich zu sein.

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