Hidrológiai Közlöny 1963 (43. évfolyam)

4. szám - Aufsätze des Wissenschaftlichen Komitees für die Fertő-See (Neusiedlersee) Forschung

Aufsatze für die Fertő—See Forschung Hidrológiai Közlöny 1963. 4. sz. 355 • Wir hatten die Erfahrung, dass wenn infolge eines Siidwindes die Gewásser aus den Schilfzonen gegen die freie Wasserflache fiiessen, werden die zwischen den einzelnen Schilfzonen bestandenen Unterschiede ver­waschen und wird der Austauschvorgang der Offen­wasser- und Schilfwassermengen begünstigt. Der grösste Teil der im Laufe unserer Unter­sücliungen bestimmten botanischen Typen kann mit den aus -dem Schrifttum bekannten Bezeichnungen gut identifiziert werden (Sc.-Pli. Phragmitetosum, Sc.-Ph. Schoenoplectetosum, Sc.-Ph. Schoenoplectetosum lito­rális, Sc.-Ph. Typhetosum, Sc.-Ph. Magnoearicosum), nur ein mit der Massenvegetation des Utricularia vul­gáris charakterisierbare, séhr háufige Typ erwies sich als neu (Sc.-Ph. utriculariosum). Die Schilfdickichte mit Utricularis sind von sumpfigem, pfützigem, stag­nierendem Charaktur. Diese sind vorn Wellengang voll­kommen beschützt. Im grössten Teil unserer Aufnahmen gibt es keine andere Begleitpflanze ausser Utricularia. Ein sehr eigenart.iger und typischer Aspekt des Utricularia Schilfes ist eine mit der Massenvegetation des Drepanocladus aduneus var. kneiffii charakterisier­bare Form, die im Falle des Yerschwindens des Wassers aus dem Schilf vorkommt. Zu solcher Zeit wird Utri­cularia vernichtet und Drepanocladus vermehrt sich dafür. Die Entdeckung des Bestandes von Schoenoplectus litorális mit 10—15 cm Durchmesser hat das Uesicht des Neusiedlersees mit einem neueren Zug bereichert und, deutet auf die Wichtigkeit seiner Forschung hin. Das sehwefel- un<l kohlensaueres Mineralwasser des líadeorles Hall' Dr. J. Cziráky Die Quellen des Badeortes Balf (Wolfs) entspringen 7 "kiti von Sopron entfernt, in der Náhe des Neusied­lersees. Das Balfer heilkráftige Wasser wurde schon von den Römern benützt. Die Heilung suchende Kranken besuchen mit Yorliebe die Badeanstalt. Das sulfid-schwefelháltige (8,6—3,0 mg/l), kalte Wasser der Quellen der Badeanstalt (Stefan—Maria— Wolfgang—Péter—.Tohann- und Schwarze Quelle) wird erwármt und in Form von Wannenbádern zur Heilung dér bei Knorpeldegeneration auftretenden Gelenk­und Wirbelsáule-Krankheiten, sowie im Falle der typische Entziindung aufweisenden rheumatischen Krankhéiten im kronisehen Stádium benützt. Von den am Ufer des Neusiedlersees liegenden zwei • Alkálihydrogenkarbonatquellen wird das Wasser der einen Quelle als ,,Ralfer Lithiumsháltiges Mineral­wasser" in Verkehr gebracht. Der Verfasser besphreibt ausführlich die hydrolo­g.isehen und chemischen Daten der Mineralquellen. Hr maciit uns auf die volkswirtschaftliche Bedeutung einer zweckmássigen Verwendung dieser wertvollem Quellen aufmerksam. Der Neusiedlersee und die Pflanzeiiwelt seiner I'mgelning , Dr. I. Csapod y Der Neusiedlersee und seine Umgebung hat áeit dem XVI. Jahrhundert die Aufmerksamkeit vieler Botaniker erweckt und war immer der Schauplatz einer lebhaften Forschertátigkeit. Auf ungarischer Seite sind in der Zeit zwischen den zwei Weltkriegen besonders die Tatigkeit von G. Gayer, A. Jáoorka, Z. Kárpáty, H. Zólyomi und in neuerer Zeit auch für dieses Gebiet die iiterarischen Zusammenfassungen von R. Soó, die Aufarbeitung der Schilfgebiete von L. Tóth—E. Szabó, bzw. die Hanság (Waasen) Aufarbeitung von Fraii Járai von Bedeutung. Ungarischen Forschern ist die Aufteilung einer neuzeitigen Pflanzengeographie des Fertő-Sees und seiner Umgebung zu verdanken, nach welcher der Neusiedlerseebeeken, die Parndorfer Platté, der Seewinkel, der Mosoner (Wieselburger) und Kapu­váréi- Hanság (Waasen), sowie der Ufersaum zwischen Fertőd-Balf zum Florabezirk Arrabonicum der ÍMora­gegend Transdanubien und diese zur Floraprowin 2 Pannonicum gehört, das Leithagebirge aber mit de r damit geologisch verbundenen Rust-Fertőrákoser Hügel" ketté (Szárhalmer—Wald) den Florabezirk Laithaicum bildet. Unter den aufgezáhlten Kleinlandschaften falit das südliche Drittel des Neusiedlerseebeckens, der Ufersaum Fertőd-Balf, der Mosoner und Kapuvárer Hanság und der Szárhalmer Wald auf ungarisches Gebiet. (Das botanisch Interessanteste der freien Was­serflaehe des Neusiedlersees ist Potamogeton pectinatus asp. balatonicus, eine endemische Pflanze, in Schilf­gebieten aber der in neuester Zeit bei Hegykő entdeckte subtropisch-mediterrane Schoenopleetus litorális. Amsüd­lichen Ufersaum bei Mexikópuszta lebt in Hochpflanzen­gesellschaft das preglaziale Reliktum Jiincus maritimus.) Die auf ungarischer Seite auffindbareri Sodasalz­Pflanzengesellschaften und deren charakteristischen Pflanzenarten wurden im ungarischen Text angeführt. Der Hanság ist heutigentags grösstenteils schon Kul­turland, seine uralten P]rlen-Birken und Weidenmoore sind stark vermindert. Eines der bestdurchforschten Kleinlandschaften der Neusiedlerseegegend ist der Szárhalmer Wald, er zeigt eine grosse Übereinstimmung mit der Pflanzenwelt des Leithagebirges (Siehe Wendel­berger, Hübl.). Die botanische Aufschliessung der ungarischen Seite des Neusiedlersees ist eine dringende und unauf­schiebbare Auf'gabe. Das Ziel ist die Ausarbeitung eines derartigen Werkes der Flóra und einer ökologischen Monographie, welches — ev. in Zusammenarbeit mit den österreichischen Forschern — die botanische Auf­arbeitung eines der interessantesten und schönsten Sees von Mitteleuropa wiirdig representieren könnte. Die ehomischen Eigcnschaften des Neusiedlerscewassers E. Szabó In den Jahren 1900 und 1961 habén wir den unga­rischen Teil des Neusiedlersees vom ökologischen Stand­punkt — als den Umgebungsfaktor des Schilfbestandes — untersucht. Der Gesamtsalzinhalt schwankt zwischen 100— 2000 mg/l. Herrschendes Kation its das Nátrium, neben Magnesium enthált er wenig Kalzium. Als Anion sind viel Hydrokarbonat, Sulfat und Chlorid ausweisbar. Die Konzentrationsverháltnisse sind veranderlich, da es sich ja um einen seichten, der Wirksarnkeit ver­wickelter Faktorén ausgesetzten See handelt. Wir betonen den auf den biologischen Ursprung zurückführbaren chemischen Unterschied, das Wasser der freien Seefláche ist stark laugig, oder gegenüber dessen laugiger Reaktion enthált es mehr Hydrogenio­nen von dem Kohlendioxyd, welches infolge der Zer­setzung der sich in dem unter den weitausgebreiteten Schilfbcstánden stagnierenden Wásser ansammelnden firganischen Stoffe entsteht. Karbonat kann nicht ausgewiesen werden. Die Fischíauna der Gewiisser der Stadt Sopron (Ödcnburg) und die wirtsehaftliche Ifedeuliini? der Neusiedlersee­fiseherei Dr. F. Mika Die Arbeit beinhaltet die Zusammenfassung der vierzigjáhrigen Beobachtungen des Verfassers. Sie informiert über die in den Gewássern der Soproner Umgebung vorkommenden Fischarten und über die Bedeutung der Fischerei des Neusiedlersees. Sie gibt jene Arbeit bekannt, welche der Verfasser zur Erhöhung der Wirtschaftlichkeit der Fischerei für tunlich hált. Er betrachtet es als eine der grössten Aufgaben der Zukunft, festzustellen, in welchem Masse die Sehilf­wirtschaft die Fischerei im Neusiedlersee beeinflusst. Nach der Einführung ninnnt der Verfasser der Reihe nach die hier beheimateten Fischarten vor. Er gibt uns ihre Háufigkeit, ihren Wáchstum und ihre wirtsehaftliche Bedeutung bekannt. Die vorkommenden Fischarten zeigt die Tabelle an. Nach Beobachtung des Verfassers ist die Zusam­mensetzung der Fischfaune des Neusiedlersees nicht

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