Hidrológiai Közlöny 1953 (33. évfolyam)
7-8. szám - Kivonatok
Kivonatok Hidrológiai Közlöny. 33. évf. 1953. 7—8. sz. 31Q in hoher Lage. Gegen Norden sinkt derselbe in die Tiefe und bedeckt die junge, hauptsachlich aber die neogen-kiesige, sandige und: lehmige Schicht. Auf der siidlichen Seite befindet sich nur eine einzige bedeutende Karst-Quelle: die Tettye in Pécs. Diese entspringt in einer' Höhe von 233 Meter über dem Meeresspiegel, mit von untén aufbrechendem Wasser. Die bisher gemessene allerkleinste Wassermenge war im Herbst 1750 216 m 3/Tag, die allergrösste im Marz 1947, infolge der Schneeschmelze eine tágliche Menge über 60 000 m.3. Von der Tettye-Quelle nach Osten, in einer Entfernung von 200 m, wurde eine 40 m tiefe Karstwasseraufschliessungs-Schacht aund eine cca 400 m lange Wasseraufschliessungsstrecke errichtet. Dieselbe erzeugt unmittelbar kein Wasser. Diese stammt aus in 25"—30 Meter Tiefe abgeteuften Bohrungen. Die Wassermenge betragt in der trockenen Jahreszeit 600 m 3 und in der niederschlagsreichen Jahreszeit das zweifache. Die Verbindung der zwei Karstwasser ist nicht nachweisbar. Die Temperatur der Tettye-Quelle ist 13° C und die der Schachtwassers ungefáhr 15° C. Im nördlichen Teil des Gebirges ist die bedeutendste untiefe Karst-Quelle der neben der Gemeinde Orfü befJndlichen V'izfö, 189 m über dem Meeresspiegel. Ihre Wassermenge ist die zweifache der Tettye-Quelle. Mit den genaueren Messungen wurde erst jetzt begonnen. Ihre Temperatur betragt 11,0° C. Westlich von hier ist das Wasser der Höhle bei Abaliget bedeutend, das 207 m über dem Meeresspiegel entspringt. Ostwárts von hier und nördlich von Pécs sind die Quellen von Mélyvölgy und Melegmány-Tal von Bedeutung. Die oberste der Quellen von Mélyvölgy entspringt in einer Höhe von 311 m über dem Meeresspiegel und die des Melegmány-Tales 324 m über dem Meeresspiegel. Die Höhe derseiben wird durch die wasserdichte Eigenschaft des in den Trias-Sandstein geklemmten rhaetischen Sandstein- und Schieferbandes begründet. Hinter diesen schwillt das Karstwasser empor. Es ist möglich, dass dadurch ein Teil des Wassers auch in südlicher Richtung — gegen Pécs zu — geleitet wird. Hier betragt die Temperatur des Wassers ungefáhr 11—12° C. Am Fusse des Abhanges der nördlichen Gebirge brechen lauwarme Karstquellen hervor, wie z. B. in Gorica, Mecsekrákos mit 18—19 C°-igem Wasser. Die Temperatur der durch Bohrungen aufgeschlossenen Wasser ist: in Sikonda 33, in Komló 54 C°. Auf der südlichen Seite ist es bis jetzt noch nicht gelungen Warmwásser aufzuschliessen. Es besteht nun die Frage, welche Wassermenge aus dem tiefen Karst erhalten werden kann. Hiezu gibt es in erster Linie auf der nördlichen Seite des Gebirges Möglichkeiten. Da wir nicht wissen, ob das Wasser des Tiefkarstes seitlich mit bedeutenden Wassermengen genáhrt wird, können wir vorláufig nur die Ergánzung desselben mit dem aus den Niederschlágen stammenden Wasser in Betracht ziehen. Die bisher bedenklos benützte Aufteilung der Niederschlagmenge zu je y 3 Teil auf Abfluss, Verdunstung, und Einsickerung, ist unhaltbar. Der Verfasser hat versucht diese mit einem naturgeographischem System zu ersetzen. Seine Arbeit bestand darin, dass er den Weg des heruntergefallenen Niederschlagwassers veirfolgte und versuchta den tatsáchlichen Anteil der drei Faktorén den veránderlichen geographischen Verháltnissen entsprechend durch Schátzungen festzustellen. Es besteht die Frage der mangelhaften Niederschlagmessungen. Seit 1932 sind auf der Misina-Spitze über Pécs in 534 m Höhe über dem Meeresspiegel regelmassige Niederschlagmessungen im Gangé, an anderen Orten des Gebirges jedoch keine. In Pécs funktioniert auch in der Ebene eine méteorologische Station. Der Mittelwert von 1932.—1951 der Station zu Pécs und Misina, ist 689 mm. Der Verfasser hat diesen Wert je nach Exponiertheit der Gebirgsgehánge proportionell erhöht oder vermindert. Er hat auch den Grad der Verkarstungen in primitivem, mittlerem und entwickeK tem Karstgebiete in Betracht gezogen. Entwickelt karstig sind die Gebiete, deren Oberflache dlcht mit Dolinen bedckt ist, alsó im praktischen Sinne keine wasserdichte Bodendecke besitzen. Es wurden die Qualitat und 'Stárke der Bodendecke, des Masses der Beforstung, die Ausdehnung der kahlen Stellen, sowie der auf Waldblösen entstandenen landwirtschaftlich angebauten Gebiete in Betracht genommen, ebenso die der Wárme, dem Licht und dem Wind ausgesetzten Oberfláchen. Der Verfasser untersuchte auch die Bodenkonstruktion, die das Eindringen des Wassers in die Tiefe verschiedenartig fördert oder verhindert. Schliesslich stellte er auch die höheren nicht karstigen Lagen in Rechnung, von dfenen das Wasser auf karstige Oberfláchen herabfliessen, sodass dieselben hier eine Wasseríufuhr bedeuten. So wurde das Gebiet auf 15 Hauptteile und mehrere Unterteile, insgesamt in 27 Teile zergliedert. Er konnte auch auf dieser Weise keinen richtigen Wert der aufgesaugten Wassermenge erhalten, gelangte jedoch naher zur Lösung dieses Problemes. Das Gebiet ist 110 km-. Auf dasselbe entfiel in den Jahren 1932—1941, alsó in den regnerischen Jahrzehnten durchschnittlich eine Niederschlagmenge von 763 mm, d. h. 83,5 Millionen m 3 jáhrlich. Zwischen den Jahren 1942—1951, in den trockenen Jahrzehnten war der Niederschlag 608 mm, d. h. 66,6 Millionen m ;! jáhrlich. Der jáhrliche durchschnlttliche Niederschlag dieser zwei Jahrzehnten war 689 mm, d. h. 75,5 Millionen m 3. Dies kann mit dem Niederschlag in den niedrigen Gebirgen mit der geographischen Korrektion auf 76,6 Millionen m 3 geschátzt werden. Hievon gelangten in Jahresdurchschnitt 31,5 Millionen m» Wasser in die Tiefe, d. h. 86 000 m 3 taglich. Auf den das Wasser verschiedenartig aufnehmenden, bezw. stellenweise wasserdichten Gebieten kann die Menge der jáhrlichen Einsickerung auf 100 000 m 3 je km' geschátzt werden. Diese Menge kann sich stellenweise auf das zweifache erhöhen. In karstigem Gebiet besonders bei gut entwickeltón Karstformen übertrifft dieselbe 400 000 m 3 pro km 2. An stark verkarsteten Gebieten, wie z. B, das Gebiet Nr. 2, ist die Einsickerung 58%, die Menge des auf der Oberflache abfliessenden Niederschlagwassers auf 7% und die Verdunstung auf 35% zu schátzen. In einundderselben Reihenfolge hat der Verfasser für das Gebiet Nr. 2/A 65,3, 32% und schliesslich für das Gebiet Nr. 7 die Werte 60,6, 34% erhalten. Diese sind die karstigsten Gebiete. Die Versuche und Berechnungen werden fortgesetzt, damit Náherungswerte der Schátzungen verbessert werden können. Abwasserbehandlung der Stadte in der ungarischen Tiefebenc L. Findly Die Kanalisierung der Stadte der ungarischen Tiefebene ist eine vordringliche Aufgabe und es ist erwünscht, dieselbe spátestens gleichzeitig mit dem Wasserleitungsnetz zu errichten. In den meisten Falién ist das Mischsystem vorteilhafter, ein Trennsystem wáre eher nur in der Periferie geeignet. Es wáre erwünscht, dass die Steinzeugrohre háufiger angewendet werden. Wegen der verháltnismássig kleinen Einwohnerdichte (40—130 Kopf/Ha) ist die auf einen Einwohner anfallende Kanallánge ziemlich gross (0,9—4,0 m/Kopf). Die Niederwasserführung der meisten Vorfluter in der ungarischen Tiefebene ist derart gering, dass das stadtische Abwasser mit Ausnahme der Donau und der noch unkanalisierten Theiss bis zu einer dreifachen Verdünnung vollbiologisch, bis zu einer fünffachen Verdünnung durch Absetzen und die übrige Menge durch Rechen gereinigt werden muss. In Sommer-Halbjahr ist es ratsarrv das Abwasser zu desinfizieren. Das Überlaufen der die fünffache Verdünnung übersteigenden Wassermenge ist in 10—20 Prozent der jáhrlichen Regenstunden zu erwarten. Dies muss aber mit Messungen und weiteren Beobachtungen noch genauer kon-