Hidrológiai Közlöny 1950 (30. évfolyam)

11-12. szám - Értekezések - Halász Márta dr.: Das Vorkommen des Mastigocladus laminosus Cohn

mit Gruppén von 5° C. Der niedrigere Gipfel der Kurve erfáhrt zwischen 15° C. und 25° C. eine Steigerung ; dann folgt ein steiles Abfallen, um bei 30° C. wieder steil anzusteigen. Der zweite Gipfel — zugleich grösste Amplitúdó — wird zwischen 40°C und 45° C. erreicht (siehe Fig. I.). Dies beweist, Sp­Cyanophyceae Fig. 1. ábra dass die eigentlichen thermalen Organismen bei uns zuerst bei 30° C. in Erscheinung treten. Grafikon Fig. 2.gibt die Darstellung jener Ther­men des Karpathenbeckens, in denen der Typus Mastigocladus laminosus zu finden ist. Die Ordinate gibt Werte der Temperaturen an, bei denen der Thermobiont gefunden werden kann ; die Abscisse führt die Fundorte an. Die mit Stricheln ausgezo­gene vertikale Linie zeigt jene thermalen Grenz­werte an, bei denen Mastigocladus laminosus in der betreffenden Therme noch zu finden ist. Die höchste Temperatur, bei welcher Mastigocladus laminosus in den erwáhnten Tbermen noch vorkommt, betragt 56° C. in Herkulesfürdő ; die tiefste Tempe­ratur von 22° C. in Gánócz (Tatranske Ganovce). Das haufigste Vorkommen liegt zwischen 42° C. und 50° C. Mastigocladus laminosus kommt in GewSssern normaler Temperatur selten vor. Ein solches Vor­kommen wurde von Geitler (1931, p. 551) angege­ben: von Celebes, aus dem Rhein und aus der Nor­mandie. Diese Fálle lassen sich nur durch physiolo­gisch abweichende Rassen erkláren, vorausgesetzt, dass es sich tatsachlich um Mastigocladus laminosus handelt. Berücksichtigt man den Polymorfismus der Alge, lásst sich annehmen, dass verschiedene Formen sich bezüglich des Grades ihres Anpassungs­vermögens anderen können. Mastigocladus laminosus Cohn kommt in der Literatur unter verschiedenen Synonymen vor. Die altesten Benennungen sind die folgenden : Oscilla­toria laminosa Ag. ; Merizomyria laminosa Ktz. ; Anabaena bullosa Ktz.; A. rudis Menegh.; A. calida Ktz.; A. thermalis Bory ; Mastigonema thermale Schwabe (1837); Hapalosiphon laminosus Hansg. (1884) ; Aulosira thermalis G. S. West (1902). Die erste Aufzeichnung (Oscillatoria laminosa) stammt von Agardh aus Karlsbad (1827), Flóra oder Botanische Zeitung p. 625, No. 40. Fig. 2. ábra. Vergleicht man das Vorkommen von Mastigocladus lami­nosus in den Thermalen verschiedener Lánder, so findet man.. dass dieselbe im allgemeinen in Thermen von 30° C. Tempe­ratur vorkommt. Aber auch unter diesen warmeren Quellen gibt es, in denen dieselbe fehlt. Nach den statistischen Daten von Vouk (1937) kommt dieselbe von den 77 Thermen Europas und Asiens nur in 26 vor. Molisch fand dieselbe (1926) von 25 Thermen Japans mit einem Bereich von 20° C. bis 69° C. nur in 8 Quellen vor. Emoto und Yoneda (1942.) fanden sie — eben­falls in Japan — nur in einigen Thermen vor, in anderen hingegen nicht. Ruttner (1936.) erwahnt von 84 Sammelstellen der Thermen Sumafras und Javas nur von 9, dass in denen Mastigocladus laminosus vorkommt. In den nordkaukasi­440-

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