Hidrológiai Közlöny 1947 (27. évfolyam)

9-12. szám - ÉRTEKEZÉSEK - LUKÁCS ANDOR: A körösvölgyi öntözések vízrajzi szempontból

XXVII. évi. 1941. 9—12. saám.. HIDROLÓGIAI KÖZLÖNY 141 jedoch eine besondere Umrechnung der Analysenwerte hötig. Mit den zu hoher Vollkommenheit entwickelten Projektionsmethode von Mauch-a wurden wichtige biologische Resultate erreicht. In den Folgenden wird eine Projektionsart be­schrieben, welche die Darstellung aller sechs (sogar mehr) Hauptionen und den unmittelbaren Vergleich verschiedener Analysen innerhalb eines Diagramms, sowie verschiedene graphische Berechnungen ermög­licht, ohne besondere Umrechnung der Aequivalent­prozenten zu benötigen. Man gebraucht die gewöhnliche Dreieckprojektion, deren Ecken als Pole sowohl einerseits für die drei Hauptkationen, wie anderseits auch für die drei Haupt­anionen verwendet werden. Jede Analyse wird alsó durch eine Gerade dargestellt, deren Endpunkte die Projektion der Kationén bezw. der Anionén bilden. Als Summe der Aequivalentprozente der Kationén und auch der Anionén gilt — in der seit Tlxan üblichen Weise 5 — bekanntlich gesondert stets 100%. Wenn die Kation- und Anionpole so koordiniert werden. dass sie die in der Natúr haufigst gelösten Salze ergeben, so ist die Lange der Analysengerade etwa umgekehrt proportional der Háufigkeit (alsó etwa der Gesamtmenge) des Wassers. Das Ozeanwasser und die grossen Flüsse, wie Donau, Mississippi, Rhein ergeben daher kurze Analysengeraden. (Fig. 8.) Neuentstandene Wasser, insbesondere auch unausge­glichene Mischungen, z. B. viele Seen (Balaton, Fertő, Velenceer See, Sodaseen Fig. 8.) und Flüsse, deren Wasser aus verschiedenen Klimagebieten stammt (Nil), habén dagegen lange Analysengeraden. Ca(-+Sr+Ba) Cl(+Br+J) 50) (+N0 3+ B0 2 etc.) Fia. 1. ábra. N„, H 2, H.,S usw. werden bekantlich in die Berech­nung der Aequivalentprozente nicht einbezogen und daher nicht dargestellt.) Wenn ausser den 6 Hauptionen Na, Ca, Mg, Cl, HCO s und S0 4 auch irgendein selteneres Ion, z. B. K, Fe, P0 4 usw. in grösserer Menge vorhanden ist, so kann dies durch eine vom Kation- bzw. Anionpunkt entgegengesetzt zum fraglichen Pol gerichtete Hilfs­gerade quantitativ dargestellt werdSn, deren Lange proportional dem Aequivalentprozent des betreffenden selteneren Ions ist. Der andere Endpunkt der Hilfs­gerade ergibt dann die Menge des zugehörigen Haupt­ions. (Z. B. Sáuerlinge von Élőpatak mit viel Fe. Fig. 3. Nr. III.) HCO ; j—Aequivalentprozente neben C0 3 können einfach mit einem Strich an der ent­spechenden (horizontalen) HCO, (—Koordinate der Analysengerade dargestellt werden. Die Differenz aus dem durch den Anionpunkt angegeben HCO, t (+ CO. {) Aequivalentprozent gibt dann den CO„—Aequivalent­prozent an. Grössere Menge von CO^—Ion kommt námlich in den Ca-reichen Wássern bekanntlich nicht vor. CO—reiche Wasser werden alsó stets durch lange, fást vertikale Analysengeraden dargestellt.) Auch Salzgehalt (falsch: „Konzentration") kann leicht dargestellt werden: z. B. Grössenordnung (Zehner­potenzen) mit verschiedenen Zeichen, die Einen mit Strichen im Sinne des Uhrzeigers undzwar: 1 Einheit 36°, siehe Zeichenerklárung der Fig. 1. Zugleich wer­den Kation- und Anionpunkte auffallend unterschieden, indem man das Zeichen stets auf den Kationpunkt setzt. Durch diese Projektion können nun systematische Stellung und Eigenschaften des Wassers sofort ab­gelesen werden. Insbesondere erblickt man sofort das Verháltniss . verschiedener Wasser und yraphischc Be­rechnungen, z. B. von Mischwasserbildungen sind schnell durchführbar. Ein Beispiel zur Berechnung von binaren Mischun­gen: Zwei Wasser der Kationenzusammensetzung A und B, gemischt im Verháltniss x % A und (100—x) % B, ergeben ein Mischwasser, dessen Zusammenset­zung durch den Punkt dargestellt wird, welcher auf der Linie AB (gleich 100 Einheiten), x Einheiten weit von B liegt. Ebenso ist die Anionenzusammensetzung zu finden und sofort ablesbar. Beispiel zur Berechnung ternarer Mischungen: der prozentuale Anteil einer Komponente P in der ter­náren Mischung H, entstanden aus den Komponenten P, K, und U (Fig. 6.) ist: Die Oberflachenwásser der Hauptklimagebiete. Bioio­gische Wassertypen, Salzgehalte und chemisehe Zusam­mensetzung. Zum allgemeinen Gebrauch geeignet ist etwa folgende Poleinteilung: Kationén: 1. Na(+K + Li), 2. Ca( + Sr + Ba), 3. Mg(+Fe+Al), Anionén: 1. Cl(+Br+J), 2. HC0 3(+C0 3), 3. SO 4(+PO 4+NO 3+BO 2). Wobei Pol 1. links untén, 2. oben, 3. rechts untén im Dreieok liegt. (Die in teils nicht ionisiertem Zu­stand vorkommende Kieselsáurc, so wie die freie CO., C. Than: Die Chemisehe Constitution der Mineralwas­ser und die Vergleichung derselben. Tscheimaks Miner. Fetrogr. Mitt. Bd. XI. 1890. S. 489—535. 100 pH wo p, k und u die Schnittpunkte der verlángerten Verbindungslinien PH, KH und UH mit den Seiten des Dreiecks PKXJ darstellen. Ebenso sind die prozentu­alen Mengen der beiden anderen Komponenten K und U durch Division der Langen kH mit kK, bzw. uH mit uU und Multiplikation mit 100 zu finden. Die Wahrscheinlichkeit einer Annahme über Was­serbildung durch Mischung verschiedener Wasser ist bei solchen Berechnungen in dreifacher Weise kontrollier­bar, da die Berechnungen auf drei, von einander unabhángigen Weisen durchgeführt werden können, nsimlich aus den Kationpunkten, aus den Anionpunkten und aus den Salzgehalten. Übereinstimmung der Re­sultate zeigt die Wahrscheinlichkeit der Annahme,

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