Hidrológiai Közlöny 1946 (26. évfolyam)

Mantuano József: Községi ivóvízellátásunk javítása

Verbesserung der Wasserversorgung von Dorfgemeinden. Von: Josef Mantuano. Die ländliche Bevölkerung Ungarns wohnt zerstreut in 3.320 Gemeinden und beträgt rund 5.8 Millionen Seelen, d. h. unge­fähr 67% der Gesamtbevölkerung des Landes. Nur 30 Dorfgemein­den haben Zentralwasserleitungsnetze und 70 Gemeinden sind mittels Bezikswasserleitungen teilweise versorgt. Nach Erhebung des Staatl. Gesundheitsamtes ist das Trinkwasser der Dörfer nur in einem °/o- Satze von 30—35°/» entsprechend. Die jährlichen Ty­phuserkrankungen von 8—10.000 im! Lande sind mit Recht auf die schlechte Trinkwasserversorgung der Dörfer zurückzuführen. Das staatliche Gesundheitsamt wollte dem Übelstande durch die Herstellung von guten Brunnen abhelfen und veranschlagte hierzu einen Kostenaufwand von 19.000.000 Pengős. Von 1932 wurde im Staatshaushalt der Betrag von 300.000 P jährlich be­willigt. Der dazwischengekommene Krieg hat auch diesen bechei­denen Besserungsplan verhindert. Das Leben geht auch trotz dem Krieg weiter. Für das Jahr 1955 ist für das Trinkwasser von um eine Million mehr Einwohnern zu sorgen, als vor 20 Jahren. Die Lage wird durch die zunehmende Dichte der Bevölkerung und durch immer mehr neue Siedlungen erschwert. Die landwirtschaftliche Umgestaltung des Landes macht das Lieben der Lebensweise der Dorfbevölkerung notwendig, wozu eine gute Trinkwasserversorgung 1 von grösster Bedeutung ist. In der gegenwärtigen Lage sind die Gemeinden nicht im Stan de, für Wasserversorgung zu sorgen, da ihr Haushalt sehr be­schränkt ist und 41—76 % der Auslagen Verwaltungskosten sind Zur Deckung des Auslagen dienen 30"/« der Haussteuer, 20% der Grundsteuer und ausserdem die Verbrauchssteuern. In Angesicht dessen, dass bei der gegenwärtigen Lage keine grössere Staatshilfe zu erwarten ist, wären vor Allem solche Was­serversorgungsaufgaben mit Staatshilfe zu lösen, wobei günstige Wasserbesorgungsmöglichkeiten eine billigere Lösung ermöglichen. Mit jährlich 2 Millionem Ft Kosten wären 10—12 Zentralwasserlei­tungen herzustellen, womit dem bestehenden Übelstande zum Teil abgeholfen werden könnte. Gleichfalls mittels staatlicher Hilfe sollten technische Fehler von bestehenden aber mangelhaft aus­geführten Bezirkswasserbauleitungen beseitigt werden. Ausserdem sollte es verhindert werden, dass Wasserleitungseinrichtungen von aufgelösten Landgütern in Verlust geraten. Mit der Ausführung dieser Arbeiten auf den Dörfern wäre der Wasserdienst des Landwirtschaftsministeriums zu betrauen, da diese Abteilung über entsprechende Ornago verfügt, Wasserver­sorgungsarbeiten auch in der Vergangenheit ausgeführt hat und darin Übung besitzt.

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