Hidrológiai Közlöny 1942 (22. évfolyam)

Szakosztályi ügyek

468 Dr. Karl v. Moll und lässt sich dabei gegen Gicht sowie zur Anregung der Drüsen­funktion benutzen, seine Wärmeeinwirkung beeinflusst vorteilhaft die rheumatischen und mit Exsudaten eingehergehenden Krankheiten, sein mechanischer Einfluss stellt infolge des durch die Verhältnisse aufge­zwungenen Stehbades ein wesentliches Agens dar, ist ein wichtiger Heilfaktor bei Fussgeschwülsten, und zwar sowohl bei Schwellungen entzündlichen wie traumatischen Ursprungs, ferner bei den durch Ve­nenerweiterung bedingten Ödemen, venösen Kreislaufstörungen bzw. Stauungen sowie bei gewissen Herzfunktionsanomalien wobei die Entlastung der venösen Blutsäule im Stehbad die Herzarbeit erleichtert, seine Auftriebskraft hat bei den sich schwer bewegenden Kranken einen Gewichtsverlust im Wasser zur Folge, so dass diese gymnastische Übungen machen können, zu denen sie ausserhalb des Bades, im Besitze des Vollgewichtes ihrer Exremitäten nicht fähig sind, seine Trinkkur ist bei Magen-, Nieren- und Darmstörungen, ferner bei Nierensteinen von vorzüglichen Einfluss, seine Schlammwirkung bewährt sich bei Gelenkerkrankungen, Exsudaten usw.; schliesslich besteht sein klimati­scher Effekt darin, dass die dunstreiche und staubfreie Luft die chro­nischen Bronchialkatarrhe günstig beeinflusst, was durch die Schwe­feleinatmung noch unterstützt wird, da der Schwefel eine massige aus­wurfbefördernde Wirkung entfaltet. Mit Hilfe des Pfeilersystems können wir auf diese Art den Heil­wert eines jeden Bades analysieren und uns sogleich über dessen Wir­kungsweise orientieren. Will man ein ganz klares Bild gewinnen, so läßt sich auch jeder einzelne Pfleiler in konstruktiver Hinischt noch weiter verzweigen, d. h. mehrfüssig gestalten; man kann z. B. die chemischen Wirkungen auf zwei Pfeilensäulen verteilen: auf die er­wähnten nicht spezifischen und spezifischen chemischen Einflüsse, oder den mechanischen Pfeiler in die den Effekt der Auftriebskraft des Was­sers und den des Wasserdruckes darstellenden Pfeilersäulen gliedern, ferner beim Klimafaktor die von Prof. Bélák vorgeschlagenen klimati­schen Haut- und Lungenwirkungen voneinander differenzieren usw. Letzten Endes können wir sagen, dass die heilbedürftigen Kranken in den zahlreichen Heilbädern Ungarns sämtliche angängigen balneolo­gischen Heilfaktoren vorfinden, — einstweilen nur mit Ausnahme des Meeres. Darunter verstehe ich nicht nur die klimatischen Seewirkungen, welche die Einatmung des durch den Wellenschlag hervorgerufenen natürlichen Meerwasserdunstes, das Sonnenlicht am Meerestrand und die psychischen Einflüsse involvieren, sondern auch die Chemie des Meerwassers mit den zahlreichen minimalen Schwermetallbestandteilen, die beim Baden in der See und unter Unstäuden beim Meerwasser­trinkkuren von besonderer Bedeutung sind, — während im Seebad die mechanische Rolle des Wellenschlages zur Geltung kommt.

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