Hidrológiai Közlöny 1942 (22. évfolyam)

Szakosztályi ügyek

464 Dr. Karl v. Moll — einen Gewichtsverlust, dessen praktische Bedeutung darin bestellt, dass dadurch die Beweglichkeit der Individuen mit kranken Gliedmassen erleichtert wird, so dass diese imstande sind, im Bade solche Bewe­gungen zu machen, zu denen sie ausserhalb des Bades, unter den nor­malen Gewichtsverhältnissen der Extremitäten nicht fähig wären. Mit anderen Worten, der Kranke vermag solcherart seine gelähmten, schmerzhaften Glieder zu üben, so dass man ihm gymnastische Übun­gen im Bade verordnen kann. In manchen Kurorten lässt man die Patienten unter Leitung eines in der Heilgymnastik fachmännisch geschulten Wärters im Wasser turnen. Dazu ist natürlich laues Wasser nötig, damit sich die Kranken während der gymnastischen Übungen nicht zu stark erhitzen. Besonders gut eignet sich hierzu z. B. der Hévizer Teich, in dem man auch schwimmen kann. Neben der medizinischen Bedeutung des Archimedischen Gesetzes spielt jedoch der Wasserdruck im Bade eine noch wichtigere Rolle. Die Wassermenge übt infolge ihres Gewichtes auf den Körper einen Druck aus, was bezüglich der Funktionen des Organismus nicht indifferent ist. Auf dieses Problem hat mich während meiner Hévizer Praxis folgende Erfahrung geführt: Die Kranken haben nach einigen Bädern fast regel­mässig gemeldet, dass ihre Schuhe so weit geworden sind, dass die Fiisse dari schlottern; ihr Fussumfang hat somit stark abgenommen. Das Volu­men der Hände ist aber dabei unverändert geblieben. Diese stereotype Meldung hat mich dazu veranlasst, bei der Suche nach einer Erklärung nischen Bedeutung des Archimedischen Gesetzes spielt jedoch der Wasserdruck im Bade eine noch wichtigere Rolle. Die Wassermenge übt infolge ihres Gewichtes auf den Körper einen Druck aus, was be­züglich der Funktionen des Organismus nicht indifferent ist. Auf dieses Problem hat mich während meiner Hévizer Praxis folgende Erfahrung geführt: Die Kranken haben nach einigen Bädern fast regelmässig ge­der Hände ist aber dabei unverändert geblieben. Dieses stereotype Mel­meldet, dass ihre Schuhe so weit geworden sind, dass die Füsse darin schlottern; ihr Fussumfang hat somit staiik abgenommen. Das Volumen dung hat mich dazu veranlasst, bei der Suche nach einer Erklärung für die genannte Erscheinung die Rolle des Wasserdruckes in Betracht zu ziehen. Ich habe berechnet, dass beim Stehen in einen 150 cm ho­hen Wasser auf je 1 qcm des Fusses ein Druck von 150 g entfällt, der mit jedem Zentimeter aufwärts um je 1 g abnimmt. Der Druck entfaltet auf diese Weise die Wirkung einer idealen Massage, welche die Kör­persäfte zwischen den Weichteilen des Fusses hinaufdrängt, wodurch das Fussvolumen in der Tat kleiner wird. Es hat sich beim Berechnen des Druckes ergeben, dass solcherart auf einem normalen Fussrücken ein Druck von etwa 54 Kg lastet. Das gilt natürlich nur vom Stehbad. In liegender Stellung entstehen ganz andere Druckverhältnisse, wie wir

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