Hidrológiai Közlöny 1940 (20. évfolyam)

V. FEJEZET: Biológiai rész - Entz Géza dr.: Tájékoztató Budapest és környéke hidrogiológiai viszonyairól

206 Dr. Entz Géza Studien von K. Cliyzer (6, 7, 8) und die ausgezeichneten malakologi­sehen Arbeiten von Gy. Hazay (35) erwähnen. Die Gebiete, in denen diese Forschungen durchgeführt wurden, erlitten seitdem eine vollkommene Veränderung. Wo noch vor 50 Jahren auf dem sandigen Boden Vipera rákosiensis lebte, stehen heute Fabriks­anlagen und zahlreiche Wohnhäuser. Um im Rákos-Bach einen Krebs fangen zu können, muss man vielleicht bis Rákoskeresztúr gehen. Die im einstigen sumpfigen Überschwemmungsgebiet des Rákos-Baches vor­kommenden Mollusken werden heutzutage unter den Strassenreihen, die den Stadtteil Zugló mit Rákospalota verbinden, wohl nicht mehr gesich­tet. Alles dies gehört schon in die Vergangenheit! Der Lebenstrieb der Natur hat jedoch noch vieles für uns gerettet! Auch durch die Arbeit des Menschen wurden neue Biotope geschaffen: die künstlichen Seen, die Brunnenbecken, die Wasserfälle und die Was­serleitung stellen alle neue Lebensräume dar. Pflanzen und Tiere fremder Weltteile vermehren sich im thermalen Teich des Lukács-Bades. Die Donau entlang dringen östliche Tierarten ein. Diese Tatsachen bilden also eine Entschädigung für den Hydro­biologen von heute, der nicht mehr dort seine Untersuchungen fort­setzen kann, wo sie vor 50, oder 100 Jahren unternommen wurden. T. Margó fasste in seiner oben erwähnten Studie (29) im Jahre 1879 die Resultate der bis zu den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts durchgeführten Forschungen zusammen. Was in der Zoologie getan wurde und was für den Zoologen im Jahre des Milleniums (1896) über Budapest und Umgebung bekannt war, ist in der von der kgl. ung. Naturwissen­schaftlichen Gesellschaft veröffentlichen „Fauna Regni Hungáriáé" an­zutreffen, bezw. aus den Daten dieses Werkes zusammenzustellen. Was aber heute, fast 50 Jahre nach dem Millenium bekannt ist, darüber steht uns keine Zusammenfassung zur Verfügung. Der Fort­schritt, von diesem Gesichtspunkte aus betrachtet, ist nur aus den Stu­dien zu ersehen, die in der beiliegenden Liste aufgezählt sind. Über unsere heutigen Kenntnisse berichteten die Vorträge in der Fachsitzung. Was wir aber noch wissen möchten, das liegt noch im Programm der Zukunft. Die biologische Erforschung der Donau wird von Prof. E. Dudich seit Jahren betrieben. Die Donauforschung war schon fast eine Wirklichkeit geworden, als durch zwei tragische Todesfälle die Ausführung dieses Planes wieder um Jahre hinausgeschoben wurde. Die Verwirklichung dieses Planes ist allerdings eine Pflicht der Stadt Budapest, bezw. der hier tätigen Biologen. Die Aufgabe kann aber nur durch ein planmässiges Zusammenarbeiten zahlreicher Forscher gelöst werden. Ein Netz von biologischen Stationen, wie es die Meteorologen schon besitzen, ist für den Biologen heute noch ein Wunschtraum.

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