Hidrológiai Közlöny 1940 (20. évfolyam)

IV. FEJEZET: Az ivóvíz - Sarló Károly dr.: Milyen vizet ittak Budavárában Mátyás király idejében?

Milyen vizet ittak Budavárában Mátyás király idejében? 201 hier der Verfasser, dass der Schwabenberg „Négyhegy" genannt wurde und dort, wo jetzt der Brunnen zu finden ist, ein Kloster stand. Vom Gesichtspunkte der Wasserversorgung der Budaer Burg können nur folgende drei Quellen in Betracht gezogen werden. 1. Die Quelle des Königs Béla, die früher unter dem Namen Königs­quelle bekannt war. Sie liegt an der heutigen Béla király-út. Von dieser Quelle behauptet Häuffler, dass ihr Wasser zur Zeit des Königs Mathias durch Röhren in die Burg geleitet wurde. Nach ihm erinnert sogar auch das Innere des Häuschens an der Quelle an den Stil der Zeiten von König Mathias. Nach der Auffassung Garádys kann jedoch bei diesem ver­nachlässigten kleinen Haus kaum von einem Stil geredet werden. Nur eine im Jahre 1847 errichtete Gedenktafel steht hier. S. 197. Das Wasser dieser Quelle wurde im Jahre 1937 untersucht. 2. Die „Svábkút" genannte Quelle liegt vom „Királykút" mindestens anderthalb Kilometer nach Osten entfernt. Darüber schrieb Häuffler: „Der Königs- oder Schwabenbrunnen wurde schon zu König Mathias Corvinus Zeiten benützt und seine Quellen in Röhren bis Ofen geleitet." Diese Quelle existiert nicht mehr, sie wurde bei dem Bau der Istenhegyi-út angeblich bedeckt. 3. Am bekanntesten ist die Quelle, die unter dem Namen „Orvos-", „Doktor-", „Nádor-" und neuestens „Városkút" erwähnt wird. Man sieht genau, dass der Weg sich vor der Quelle verzweigt und dann nachher wieder zusammenkommt. Der Boden besteht zwischen den beiden Wegen aus Kalkstein und stellenweise aus Ziegeltrümmern. Vielleicht sind diese Steine die Reste des Klosters, das von jenem Bürger erwähnt wurde. Diese drei Quellen dürften also die Gemeindebrunnen in der Budaer Burg gespeist haben. Da aber der „Svábkút" bereits zu weit entfernt liegt, dürften nur die Quellen „Béla király-forrás" und „Városkút" in Betracht kommen. In einem Bericht aus dem Jahre 1760 teilt der Beamte der Stadt Buda, Johann Ferdinand Müller, mit, dass das Wasser in 20 Klafter Länge durch einen bedeckten Kanal, in 688 Klafter Länge durch Holz­röhren und in 1414 Klafter Länge durch Bleiröhren in die Burg geleitet wurde. Dieses entspricht einer Entfernung von rund 4 km. Über die Vergangenheit des Városkút ist also so viel bekannt. Reste, die zweifelsohne auf das Mittelalter hinweisen, sind im Laufe der Aus­grabungen von Garády nur bei diesem Brunnen gefunden worden. Der Tunnel der „Saukopf" genannten Quelle (deren Wasser im Chemischen Institut im Jahre 1937 untersucht wurde) ist neu und kann höchstens auf das XVIII. Jahrhundert zurückgeführt werden. Die Daten der Analysen sind in einer Tabelle zusammengefasst. Auf Grund der analytischen Resultate wurde folgendes Gutachten abgegeben:

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