Hidrológiai Közlöny 1940 (20. évfolyam)
IV. FEJEZET: Az ivóvíz - Pap Ferenc: Budapest vízellátásának mai helyzete
194 Pap Ferenc 60—70 Jahren aus Brunnen bewerkstelligt. Diese Art der Wasserversorgung versursachte aber Epidemien und darum bemühte man sich in den 70-er Jahren des vorigen Jahrhundertes eine zentrale Wasserversorgung zu erbauen. Das erste Werk bildete ein Filterapparat zur Umgestaltung des rohen Donauwassers zum Trinkwasser. Später wurde an der budaer Seite ein noch heute bestehendes Wasserwerk, namens „Budaujlak" gebaut und das Filterapparat an der Pester Seite durch die — auch noch heute funkzionierende — Pumpenanlage auf dem Kossuth Lajos-Platz ersetzt, die das — natürlich filtrierte — Trinkwasser aus den wasserdurchlässige Schotter-Schichten des Donauufers gewinnt. Diese Anlagen erwiesen sich infolge der unglaublich schnellen Entwicklung der Hauptstadt bald ungenügend, weshalb -nach gründlichem Studium der vorhandenen Wasserversorgungs-Möglichkeiten das grosse Wasserwerk bei Káposztásmegyer nordlich der Haupstadt erbaut wurde. Dieses Werk entnimmt das auf natürlichem Wege filtriertes, einwandfreies Wasser aus Kies u. Sand von vorzüglicher Zusammensetzung bestehenden und in der Nähe des Donauufers noch in den Urzeiten abgelagerten Untergrundschicht. Das aus drei Anlagen bestehende Wasserwerk kann bei mittlerem Donauwasserstand insgesammt 240.000 m 3 Wasser pro Tag liefern. Nach paar Jahrzehnten zeigte sich infolge der weiteren grossen Entwicklung der Stadt auch diese Wassermenge ungenügend. Dann ist auch die Betriebs-Wirtschaftlichkeit der maschinellen Einrichtungen hinter der Entwicklung der Maschinentechnik zurückgeblieben. Es hat sich deshalb notwendig erwiesen, nach dem Weltkriege als es sich möglich erwies, die Modernisierung der maschinellen Einrichtungen der Werke unverzüglich in Angriff zu nehmen und zugleich die Wasserwerksanlagen zu erweitern. Die Hauptstadt hat für die Durchführung der erst erwähnten Arbeit 14,400.000 P, und für jene der letzteren 18,000.000 P verwendet. Durch die Erweiterung der Wasserwerke vergrösserte sich die Leistungsfähigkeit ungefähr um 100.000 m 3 pro Tag. Im Zusammenhang mit diesen Arbeiten wurden unter der Donau zwei fahrbare Tunnel, als Reserve der aus den Brunnen der Insel Szentendre zu den Anlagen bei Káposztásmegyer Wasserführenden-Tunnelkanäle erbaut. Die weitere Entwicklung der Wasserwerke dauert auch zur Zeit fort. Während der folgenden 10 Jahren wird die Haupt- u. Residenzstadt weitere 18,000.000 P für die Erweiterung des Rohrnetzes, den Bau neuer Wasserbehälter und Überpumpanlagen, die für die Versorgung der neuer-