Hidrológiai Közlöny 1938 (18. évfolyam)

Szakosztályi ügyek - Weszelszky Gyula: Zavaros fogalmak a hidrológiai és geológiai irodalomban

50'2 Szakosztályi ügyek Definition des spezifischen Gewichts inbegriffen ist. Auch ich habe dies noch als Gymnasiast so gelernt, dass das spezifische Gewicht zeigt, um wieviel schwerer ein Körper ist als das Wasser von demselben Volumen. Wahrscheinlich hat man es auch schon im Altertum beobachtet, dass das Volumen der Körper sich mit der Veränderung der Temperatur ändert. Da sie aber keine empfindlichen Instrumente besassen, konnten sie diese Veränderungen nicht messen, sodass dieser Umstand vernach­lässigt wurde, wie dies auch heutzutage noch im praktischen Leben oft der Fall ist. Der Chemiker, sobald seine Instrumente präziser ge­worden sind, bezog das spezifische Gewicht auf Wasser, das genau dieselbe Temperatur hatte, wie der betreffende Körper und später, nach der Einführung des metrischen Systems, auf die Volumeneinheit, d. h. auf Wasser von 4° C Temperatur. Für den Chemiker ist aber nicht bloss das spezifische Gewicht der festen und flüssigen Körper, sondern auch das von gasförmigen von Bedeutung. Das spezifische Gewicht der gas­förmigen Körper ist jedoch sehr klein, sodass dies meistens überhaupt nicht gebraucht wird, sondern das Gewicht der Gase mit dem der Luft oder des Hydrogens von demselben Volumen angegeben wird, und die so gewonnene Zahl wird als Dichte bezüglich Luft oder Hydrogen erwähnt. Auf Grund des oben Gesagten habe ich seinerzeit auch in meinen chemischen Studien es so gelernt, dass unter „spezifischem Gewicht" das Gewicht der Masse in der Volumeneinheit und unter „Dichte" das Verhältnis der spezifischen Gewichte zu verstehen sei. Zu derselben Zeit lernte ich aber in der Physik den Unterschied zwischen drei ver­wandten Begriffen: dem sepizifischen Gewicht, der absoluten und rela­tiven Dichte. Nach dieser Bestimmung ist das spezifische Gewicht das Gewicht der Masse in der Volumeneinheit, die absolute Dichte die Masse in der Volumenenheit und die relative Dichte das Verhältnis der absoluten Dichten. Die grösste Unklarheit in diesen Bestimmungen, d. h. im Aufsatz derselben wird dadurch hervorgerufen, dass die Definition des Begriffes vom spezifischen Gewicht zwar beim Chemiker und Physiker von Wort zu Wort übereinstimmt, im Sinne jedoch sich unterscheidet. Vom Physi­ker wird nämlich jener Begriff als Masse bezeichnet, der im praktischen Leben als Gewicht genannt wird. Auch der Chemiker hält sich zur Bezeichnung des praktischen Lebens und versteht unter Gewicht den Quotienten der Masse und der Beschleunigung. Die Beschleunigung beträgt in Budapest rund 981 cm/sec. Dem­zufolge beträgt das Gewicht von 1 ccm Wasser von 4° C Temperatur oder des Gewichtstückes von 1 g 1,019 g; dieses Gewicht nimmt gegen

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