Hidrológiai Közlöny 1938 (18. évfolyam)

Noszky Jenő dr.: Maros Imre emlékezete - Horusitzky Henrik: Budapest dunajobbparti részének hidrogeológiája

330 Horusitzky Henrik An der Hand der bisher erledigten Boden- und Wasseruntersuchun­gen kann ungefähr sicher vorausgesagt werden, in welchen Teilen der Hauptstadt jene Grundwasser- und Bodenarten zu erwarten sind, gegen deren Agressivität die Röhren zu schützen sind. Es darf aber nicht ausser Acht gelassen werden, dass diese Resultate nur einen gut verwendbaren Rahmen bilden, welcher im Falle weiterer Röhrenlegungen mit örtlichen Beobachtungen noch ergänzt werden muss. ALLGEMEIN — SPELAEOLOGISCHER TEIL: Entstehungsbedingungen von Höhlen in Budapest. Bei der allgemeinen Beschreibung der Hydrogeologie eines Gebietes müssen auch die Höhlen behandelt werden, welche meist als Karster­scheinungen mit der hydrogeologischen Geschichte des betrereffenden Gebietes eng zusammenhängen. Im allgemeinen benennen wir nur die natürlichen unterirdischen Hohlformen der Erdrinde als Höhlen. Die meisten Höhlen verdanken ihren Ursprung dem Wasser. Im Folgenden sollen nur die Bedingungen ihrer Entstehung beleuchtet werden. Von den Höhlenkellern des Schlossberges abgesehen, ist die Ent­stehung der Höhlen Budapests hauptsächlich auf die Wirkung dreier Naturkräfte zurückzuführen, u. zw. auf tektonische Kräfte, welche das Ge­lände mit Spaltungen, Rissen, Verwerfungen durchschneidend, dem Was­ser den ersten Weg eröffneten, dann auf die chemisch lösende Wirkung des Wassers: die sogenannte Korrosion und schliesslich auf die mecha­nische Wirkung des fliessenden Wassers und des mitgerissenen Schuttes: die Erosion. Je nachdem, welcher der drei Faktoren die Hauptrolle zukam, kön­nen im Gebiete Budapests folgende Höhlenarten unterchieden werden: I. Korrosions-Höhlen, II. Erosions-Höhlen (Abraisions-Felsnischen) , III. Tektonische-Höhlen, IV. Höhlen-Keller am Schlossberg. I. Korrosions-Höhlen sind Höhlen, welche ihre Entstehung haupt­sächlich der lösenden Wirkung des Wassers verdanken. Solche sind im Budaer Gebirge weniger in Dolomiten, meist in triadischen Kalken an­zutreffen, sind also die Höhlen des Mesozoikums, wo die lösende Wir­kung des Wassers die grösste Arbeit verrichtete. Die Stelle dieser Höhlen wird jedesmal von tektonischen Verhältnissen, Verwerfungen, Diaklasen,

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