Hidrológiai Közlöny 1938 (18. évfolyam)

Noszky Jenő dr.: Maros Imre emlékezete - Horusitzky Henrik: Budapest dunajobbparti részének hidrogeológiája

Hydrogeologie von Buda 337 beschriebenen chemischen Prozessen entstandene Alkali- und Magne­siumsulfatlösungen konzentriert. Es ist auch leicht verständlich, dass der Sulfatgehalt dieses Grundwassers nicht überall gleich ist, und das in der Zusammensetzung bzw. Konzentration einander ganz nahe liegen­der Brunnenwasser grosse Unterschiede sein können. Infolge der Viel­fältigkeit der die Zusammensetzung und Konzentration des Biterwassers bestimmenden Faktoren, kann in diesen Unterschieden keine Regelmässig­keit festgestellt werden. Die ersten Erörterungen über die chemische Zusammensetzung un­garischer Bitterwasser finden wir bei /. Berndth (111, 164) und /. Molnár (118, 128). Weitere Analysen und Studien derselben Wasser stammen von M. Ballá (146), L. llosvay (173, 190), T. Takáts (375) und. I. Finály (401). Für Bitterwasser werden allgemein nur diejenigen sulfathaltigen Wasser betrachtet, bei denen der konzentriertere Sulfatgehalt schon am Geschmack stark merkbar ist. In der westlichen Stadthälfte Budapests weist das Grundwasser ausserdem oft einen übernormalen Sulfatgehalt auf, ohne jedoch als Bitterwasser bezeichnet werden zu können. Ein sol­ches Wasser kann aber immerhin schon technisch nachteilig oder un­brauchbar sein, da — wie bekannt — Sulfate den Beton angreifen und so den Betongrund der Häuser, die Betonröhren der Kanalisation etc. gefährden können. /. Szabó, hauptstädtischer techn. Oberrat (394), behandelt mit weit­gehender Gründlichkeit die Wirkung solcher „agressiven" Grundwässer auf Betonröhren und beschreibt im allgemeinen die agressiven Boden­arten. Die sulfathaltigen Grundwässer sind nicht nur in den Bitterwasser­Gebieten, sondern auch in den Gebieten des Budaer Mergels bekannt. Der Budaer Mergel umschliesst oft thermale Pyritabsonderungen und vulkanische Tufflagen, ihm selbst ist meist noch Dolomitschutt beige­mischt, folglich die haupsächlichsten Bedingungen der Sulfatbildung auch im Mergel gegeben sind. Trotzdem sind keine konzentrierten Bitterwasser in den Gebieten des Budaer Mergels bekannt, u. zw., weil hier die mor­phologischen Bedingungen einer Stagnierung des Wassers fehlen, ausser­dem ist die Durchlässigkeit des Mergels geringer, als solche der oberen bröckeligen Schichten des Kisceller Tones. Der Vollständigkeit halber muss hier noch diejenige Bildungsweise sulfathaltigen Wassers erwähnt werden, welche mit einer Zersetzung organischer Substanzen verbunden ist (welche Frage ich übrigens in meiner Abhandlung über Hydrologie der linksseitigen Stadthälfte Buda­pests bereits berührt habe). Schwefel ist — wie bekannt — einer der wichtigsten Beständteile der pflanzlichen und tierischen Eiweissstoffe.

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