Hidrológiai Közlöny 1938 (18. évfolyam)
Noszky Jenő dr.: Maros Imre emlékezete - Horusitzky Henrik: Budapest dunajobbparti részének hidrogeológiája
Hydrogeologie von Buda 337 erster Linie von der Dichte der Bevölkerung des betreffenden Gebietes, also von der Infection der oberen Schichten durch organische Substanzen abhängig. Dort, wo das Wasser auch in die oberen Lagen des Kisceller Tones eindringt, führt es auch aus diesem Gestein gelöste natürliche Sulfate. Als Oberflächen-Gewässer kommen im Weichbild Budapests ausser der Donau noch der Aranyér Graben, der Széptaler Graben, ördögárok und der Rózsataler Bach in Betracht. V. Herkunft des natürlichen sulfathaltigen Wassers. Die konzentrierten sulfathaltigen Wässer, die sogenannten Bitterwasser, sind im Gebiete der heutigen Haupt- und Residenzstadt nur seit 1854 bekannt, und zwar in etlichen auf Trinkwasser abgeteuften Brunnen. Die Herkunft des Budaer Bitterwassers behandelte als erster ]. v. Szabó (137), der in seiner 1879 erchienenen Arbeit die um den südlichen Fuss des Gellértberges vorkommenden Bitterwasser mit der Verwitterung des Dolomits in Zusammenhang bringt. Fr. Schafarzik (215) erwähnt die Theorie J. Szabás über die Herkunft des Bitterwassers folgenderweise: „Nach J. Szabó soll das Bittersalz infolge gegenseitiger Zersetzung des Dolomits resp. der darin enthaltenen Einschlüsse derart entstehen, dass nach Verwitterung des Pyrits, Limonit und Schwefelsäure entstehen, welch letztere den Dolomit zersetzend einerseits Gyps, andererseits Bittersalz liefert. /. v. Szabó weist weiterhin auf die eigenartigen petrographischen Verhältnisse des Kisceller Tones hin, insofern im denselben an vielen Stellen Trachyttuff vorkommt. Er fand ausserdem in dem gelblich verwitterten Ton Gypskristalle, Kalziumkarbonat, Dolomitstaub, dann Bestandteile des Quartztrachyttuffs, wie Quarzkörnchen, Biotitschuppen, Kali- und Natronfeldspate; der Natriumsulfatgehalt des Bitterwassers stammt also aus gleichzeitiger Zersetzung der Feldspate und des Pyrits. Den Kisceller Ton karakterisiert /. v. Szabó als ein Gemenge von feinem Trachyttuff, wenig älterem Sand, Dolomit und Kalk und diese Zusammensetzung kann auch sämtliche Elemente liefern, welche die chemische Analyse in unseren Bitterquellen nachweist. Nach Szabó soll die Bildung des Bitterwassers eigentlich schon in den entlegeneren Bergen ihren Anfang nehmen, und je längeren Weg es bis in die Ebene zurücksetzt, um so höher wird sein Sulfatgehalt. Auch die inzwischen erfolgende Verdunstung vergrössert zweifelsohne die Konzentration der Lösung." Fr. Schafarzik fügt noch hinzu, dass „bloss der Dolomitstaub, die Pyrit-, bzw. Markasit-Körnchen und Trachyttuff-Streifen mit den zersetzten Feldspaten schon zur Bildung des Bitterwassers genügen, so