Hidrológiai Közlöny 1938 (18. évfolyam)

Noszky Jenő dr.: Maros Imre emlékezete - Horusitzky Henrik: Budapest dunajobbparti részének hidrogeológiája

Hydrogeologie von Buda 337 Gewässer ist also das Niederschlagswasser und die Triebkraft der Was­serzirkulation ist die immer wieder verdampfende Sonnenwärme. Die Verdampfung sichert nicht nur die Beständigkeit der Wasserzir­kulation, sondern verhindert oder erschwert auch in einzelnen Fällen das Versickern des Niederschlagswassers. Ein Teil dieses Wassers verdampft schon, nachdem es auf die Erdoberfläche fällt; ein anderer Teil hinter­legt nur einen kurzen Weg im Erdinneren, weil es infolge der Kapilla­rität wiederum an die Oberfläche gelangt und dort verdampft. Die Ka­pillarität spielt natürlich nur im Falle der feinkörnigen Gesteine (z. B. Sand, Löss etc.) eine nennenswerte Rolle. Schliesslich wird ein beträcht­licher Teil des Wassers auch durch das Pflanzenleben verdunstet, und der Atmosphäre zurückgegeben. Das Alengenverhältnis von einsickern­dem und verdunstendem Wasser hängt von mehreren Faktoren ab. Es wird ausser von der Bodenqualität auch von der Morphologie dei Erd­oberfläche (Ebene, sanfter oder steiler Abhang), von der Qualität des Regens (ruhiger Regen oder Gussregen a), von der Pflanzendecke (Wald, Wiese, etc.) beeinflusst. Im allgemeinen speisen 33% der Niederschlag­mengen die unterirdisch aufgespeicherten Gewässer. Das in den Boden absickernde Wasser bewegt sich so lange ab­wärts, bis ihm der Weg nicht von einer undurchlässigen, impermeablen Schicht versperrt wird und so häuft es sich dann in grösseren Mengen an. Das über der ersten undurchlässigen Schicht aufgestaute unterirdische Wasser ist das sogenannte Grundwasser. Die Schichtreihen der Sedimentgesteine können aber aus Schichten verschiedener Wasserleitungsfähigkeiten und teilweise aus undurchläs­sigen Schichten bestehen. Wenn diese nicht horizontal liegen, sondern in irgendeiner Richtung einfallen, dann bewegt sich das unterirdische Wasser in den von undurchlässigen Schichten begrenzten poröseren Schichten in der Einfallrichtung infolge der Gravitation wie auf einem Abhang. In dieser Weise kann das durch den Boden filtrierte Wasser auch zwischen zwei undurchlässige Schichten geraten, und so von hygieni­schem Standpunkt am besten geborgen sein. An Grenzflächen der Schich­ten ist der Widerstand des Gesteins gegenüber dem absickernden V/as­ser allgemein geringer und so lassen entlang solcher Schichtflächen auch sonst schlecht wasserleitende Gesteine, wie z. B. Mergel, das Wasser leicht zirkulieren. Letzteres kann auch durch kleinere und grössere Gesteinspalten, die sogenannten Diaklasen, in poröse, zwischen härtere, z. B. mergelige Gesteine gelagerte Schichten, oder zwischen das Wasser besser leitende Schichtflächen gelangen. So staut sich das sogenannte 1 Vergl. H. Horusitzky, (186/a): Über die mechanische Wirkung des Regens. (Természettud. Közi. Bd. XXVIII. Jg. 1896. Heft 323. pag. 381.)

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