Hidrológiai Közlöny 1938 (18. évfolyam)

Noszky Jenő dr.: Maros Imre emlékezete - Horusitzky Henrik: Budapest dunajobbparti részének hidrogeológiája

3 3 0 Horusitzky Henrik tikum. Sie liegen nicht überall auf sarmatischen Gebilden, sondern stel­lenweise auch über solchen älterer erdgeschichtlichen Perioden. Die in­zwischen trockengelegte Oberfläche sarmatischer Ablagerungen wurde im Laufe der pontisch-pannonischen Periode stellenweise durch Erosion abgetragen, und das Seensystem entwickelte sich nur nach dieser „prä­pontischen Erosionsphase". Im pontisch-pannonischen Seensystem ist an mehreren Stellen eine sandig-tonige Schichtserie von grosser Mächtigkeit abgelagert, welche auf Grund der vorherrschenden Congerien-, resp. Melanopsis-Schalen ge­gliedert wurde. Nach A. Földvári (350) verlief der Ufersaum dieses pannonischen Binnensees am Fusse des Budaer Gebirges, u. zw. von Budafok nach Sóskút und von hier gegen Norden, in die Gegend von Bia und Torbágy. Das Budaer Gebirge ragte aus diesem grossen pontisch-pannonischen Seebecken als eine Halbinsel empor, auf welcher nur in der Umgebung von Budaörs, der Széchenyi- und Sas-Berge ein kleiner, abgesonderter See lag, dessen Sedimente nachweisbar sind. Die pontisch-pannonische Stufe wird allgemein in ein unteres und ein oberes Pannon gegliedert. Das untere Pannonikutn, durch grosse Me­lanopsis (Lyrcaea) Arten und der Congeria subglobosa charakterisiert, ist in der Umgebung von Budapest von verhältnismässig geringer Ver­breitung. Hingegen ist das Gebiet um Csömör ,Cinkota, Mátyásföld und des X-ten Stadtbezirkes (Kőbánya), ferner jenes südlich vom Tétényer Plateau grösstenteils aus den Ablagerungen des oberen Pannonikums aufgebaut. In das untere Pannonikum müssen die roten, lignithaltigen Konglo­merate eingereiht werden, welche nach A. Vendl (327) als Reste ehema­liger Deltaschuttkegel betrachtet werden können. Über diesen Konglo­meraten lagern die früher erwähnten lakustren Ablagerungen des Széche­nyi-Berges, in welchen /. Lörenthey zwei Horizonte unterschied, von denen der untere durch Congeria triangularis, der obere durch Congeria rhomboidea charakterisiert ist. Beim Disznófő (Saukopf) fand Lörenthey zahlreiche Melanopsis-Exemplare, sowie andere Schnecken Arten und konnte so das Alter dieser Schichten genau bestimmen. Allgemein ist das Pliozän wiederum eine Revolutionsphase, deren Zeugen unter anderen die Basaltvulkane des transdanubischen Gebietes sind. Während der pontisch-pannonischen Periode ereigneten sich be­deutende Krustenbewegungen, infolge deren das Gebirge entlang sich kreuzender Brüche in Schollen gegliedert nahezu seine gegenwärtige Morphologie erhielt .Die grosse, Ördögárok (Teufelsgraben) genannte, Bruchlinie, ferner ein ganzes System der Randbrüche mussten im älte­ren Pliozän, während der pontisch-pannonischen Periode entstanden sein.

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