Hidrológiai Közlöny 1937 (17. évfolyam)

Papp Ferenc dr.: Die warmen Heilquellen von Budapest

88 Ferenc Papp Unter Berücksichtigung dieser Tatsache müssen die im Unter­grund der Pester Ebene verlagerten lockeren Sedimentgesteine vom praktischen Standpunkte aus für undurchlässig bezeichnet werden, die einem Damme gleich einesteils die aus der uinj Berggegend herbeiströmenden Wassermengen Aufhalten, fande­rerseits das in den oberen Schichten wandernde Wasser vom Grundwasser der tieferen Schichten trennen. Das Leitungsvermögen der dichten Gesteinarten ist verschie­den und durch das Mass der auf sie eingewirkten tektonischen Kräfte bedingt. Druck erzeugt Spalten im Gestein und da im Auf­baumaterial der Ofner Berge sowie des anschliessenden Piliser­und Gerecse Gebirges solche durch verschiedene seitliche und lot­rechte Druckwirkungen zerklüftete dichte Sedimentgesteine stark vertreten sind, bieten sie dem Wasser Durchgang und komme? sonach für die Speisung der Quellen durch Karstwasser in Frage. 3. Die Bestimmung der Beziehung zwischen dem Quellenertrag und dem Niederschlag gestaltet sich ganz ausserordentlich schwie­rig, sie wird sich in vielen Fällen sogar überhaupt nicht nachweisen lassen, da der vom Niederschlag herrührende Einfluss — wie es Pálfy sehr treffend bemerkt —durch den parallel auftretenden Ein­fluss des Donauwasserstandes „sehr grob beeinträchtigt wird". Mir selbst hat diese Frage auch viel zum Denken gegeben und ich war schon nahe daran, den Einfluss des Niederschlages als unnachweis­bar zu betrachten. Auf Grund wiederholter Vergleiche der Ertrags­kurven mit den Niederschlagsangaben bin ich aber schliesslich doch zur Überzeugung gelangt, dass dieser Einfluss bei einzelnen Quel­len mit 3—10 tägiger Verspätung deutlich in Erscheinung tritt. Diesbezüglich sei auf die Ertragskurve der Mathias-Quelle des Rudasbades hingewiesen. Dieser Einfluss macht sich insbesondere bei verhältnismässig niedrigem Wasserstand der Donau geltend und äussert sich in einer die mittlere Wasserspende übersteigen­den Ausflussmenge. So lieferte z. B. die Mathias-Quelle des Rudas­bades in der Zeit vom 17. bis 24. Oktober 1935 bei + 70 Donau­wasserstand und nach vorangegangenem 24 mm Niederschlag zwischen dem 15. und 18. Oktober 1.8 Sekundenliter. Der über 25 mm betragende Regen am 26—28 Juni 1936 hat den Ertrag der vorerwähnten Quelle mit 3 — 5 tägiger Verspätung bei 350 fallen­dem Wasserstand der Donau am 2. Juli auf 2.1 Sekundenliter er­höht. Bei der Gül-Baba-Quelle des Rudasbades stieg die Ergiebig-

Next

/
Thumbnails
Contents