Hidrológiai Közlöny 1937 (17. évfolyam)

Noszky Jenő dr.: Mátraszöllős hidrológiai viszonyai

Die hidrologischen Verhältnisse von Mátraszöllös in Ungarn. Von: J. Noszky Mátraszöllös ist ein grösseres, etwa 1500 Einwohner zählendes Palócendorf, liegt im Zagyvatale, am Fusse des östlichen, sich am meisten erhebenden Gebirgszuges des Cserhát. Es liegt etwa 200 m Höhe über dem Meeresspiegel in der Nähe der Eisenbahn und be­sitzt eine ansehnliche Weintrauben — und Obstkultur. Ausserdem befinden sich auf den übersteigenden Berglehnen beträchtliche Wal­dungen, was leider langsam auch in Cserhát eine Seltenheit wird. Es ist also kein Wunder, dass die Gemeinde seit einigen Jahren durch geringe, aber geschickt betriebene Propaganda und Agilität zu einer beliebten und besuchten Sommerfrische geworden ist. Diese Tatsache ist umso interessanter, als sich und der Gemein­de früher auch mit dem Trinkwasser viele Schwierigkeiten ergeben hatten. Der grösste Teil der Gemeinde liegt nämlich auf jüngeren obermiocenen terrestrischen Lehmschichten, welche Wasser un­durchlässig sind. Trotzdem lieferten die abgeteuften Brunnen nur wenig und ziemlich schlechtes Wasser, da das auf dem Lehm lagernde, alluviale Geschiebe dünn ist, was für eine Sommerfrische kein begünstigendes Omen bedeutet. Heute aber sehen wir auf dem in der Mitte der Gemeinde liegenden Platze das Becken eines Strandbades von ansehnlicher Grösse, gefüllt mit reinem, lauem und sich fortwährend erneuern­dem Wasser. Auf den Strassen finden wir zahlreiche Wasserhal­tungshähne, die als Gemeindebrunnen reichlich gesundes Wasser liefern, wenigstens in der Muttergemeinde. In der neuen Ansiede­lung, welche nach dem Kriege am Fusse des sich gegen die Eisen­bahn zu ziehenden Hügellandes entstand, befinden sich unter der beträchtlichen Lössdecke schon bessere und ausgiebigere Brunnen, wenn auch in ziemlicher Tiefe.

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