Hidrológiai Közlöny 1937 (17. évfolyam)

Szily József dr.: Bodenuntersuchungen in der Wasserbautechnischen Praxis

Bodenu iitersuc liung in der Wasserbautechnischen Praxis 33 der Grösse, spezifischem Gewicht und Form der Bodenkörner sowie mit der Dichtigkeit des Bodens, hat man im Interesse, richtiger Ergebnisse auch den diesbezüglichen Versuch an ungestörten Bo­denproben vorzunehmen. Von der zu prüfenden Bodenart wird in der vorher geschilder­ten Art Probe genommen. Ihre Behandlung ist in allem die gleiche, wie es die Bestimmung des Sickerungsbeiwertes betreffend aus­geführt wurde. Die Messung besteht im Wesentlichen darin, dass die Ge­schwindigkeit des die Bodenprobe durchdringenden Wassers lang­sam und gleichmässig gesteigert wird, bis man durch den Beobach­tungschlitz eine Bewegung der Bodenteilchen wahrnimmt. Die Stei­gerung der Geschwindigkeit erfolgt durch Erhöhung des Wasser­druckes durch allmähliches Heben des Behälters. Jene Geschwin­digkeit, bei welcher die Bodenteilchen sich zu bewegen beginnen, wird die für die betreffende Bodenart kennzeichnende kritische Geschwindigkeit genannt. Ihr zahlenmässiger Wert ergibt sich aus dem Verhältnis zwischen der durchsickernden Wassermenge pro Sekunde und dem Flächeninhalt des Zylinderquerschnittes. Die Bewegungsgesetze des in den Bodenporen befindlichen Wassers wurden empirisch aufgestellt. Die Zusammenhänge, die Werte der einzelnen Faktoren sind alle im Versuchswege aufge­deckt und bestimmt worden und es scheint, dass trotz aller Bemü­hungen der Hydrodynamik, diese Gesetze in matematische For­meln zu bringen, die klassischen Formen schwerlich jene Geschmei­digkeit erhalten werden, bei welcher die Bewegung des zwischen den unregelmässigen Bodenkörnern beweglichen Porenwassers in Gleichungen ausgedrückt werden kann. Diese Tatsache gibt den Bodenuntersuchungen Bedeutung und erhöht ihre Wichtigkeit. Ohne ihnen wäre es um den Bestand mancher Ingenieurbauten schwach bestellt und auch der Bodenmechanik blieben manche Er­scheinungen der Natur verhüllt. Am Schlüsse meines Aufsatzes sage ich aufrichtigen Dank dem Herrn Professor der Technischen Hochschule S. Rohringer , der mir im Laboratorium der Lehrkanzel für Wasserbau Gelegenheit zu meinen Untersuchungen gab und mich in meiner Arbeit weit­gehendst unterstürtzt hat. Hidrológiai Közlöny XVII. 3

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