Hidrológiai Közlöny 1937 (17. évfolyam)
Szily József dr.: Bodenuntersuchungen in der Wasserbautechnischen Praxis
26 József Szily Letzten Endes kann daher der Sickerungsbeiwert k durch ablesen der Wassermenge, der Zeit und des Druckunterschiedes aus der Formel tF(h,-h 2) ermittelt werden. Das im vorigen beschriebene Permeabimeter eignet sich — da das Bodenmaterial nicht in natürlicher Lagerungsform, sondern gestört in den Messzylinder gelangt, nur zur Untersuchung geschütteter Böden, folglich bietet auch der erhaltene Beiwert k keinerlei Anhaltspunkte für die Beurteilung des Wasserführungsvermögens der fraglichen Bodenart. Es erwies sich daher als notwendig, ein Sickerungsmessinstrument zu konstruiren, welches die Untersuchung des Bodens in ungestörtem Lagerungszustande ermöglicht. Dieses Bedürfnis zu befriedigen war der Leitgedanke meines Probeentnahmegerätes, welches ich im Frühjahr des vorigen Jahres im Rahmen eines Vortrages der Hidrologischen Sektion vorgeführt habe und im folgenden beschreiben möchte. Das Gerät hat Forderungen nach drei Richtungen hin zu erfüllen: 1. Probeentnahme aus Sandböden ohne irgendwelcher Störung der natürlichen Struktur des Bodens. 2. Transportfähige Verpackungsmöglichkeit der nach obigem gewonnenen Bodenprobe. Luftdichter Verschluss zur Wahrung des ursprünglichen Feuchtigkeitsgehaltes der Probe. 3. Durchführungsmöglichkeit der verschiedenen Durchlässigkeitsversuche bei Wahrung des ungestörten Zustandes der Probe wie unter 1. und 2. Diese dreifache Forderung wird sich bei kohäsionslosen Böden nur dann befriedigen lassen, wenn dass Sandmaterial vom Augenblick der Probeentnahme bis zur Beendigung der Messung im Entnahmezylinder verbleibt und keinerlei Veränderungen erfährt. Dies bedingt eine Konstruktion, die für alle drei Zwecke, für Probeentnahme, Transport und Messung gleichsamm geeignet ist. 1. Bei der Entnahme von Proben besteht das Gerät aus zwei Teilen: aus dem Stahlzylinder als Hauptteil der ganzen Vorrichtung, dessen innerer Durchmesser 10 cm, Wandstärke 0.4 cm und Länge 50 cm betragen. An der Zylinderwand befindet sich ein 3 cm