Hidrológiai Közlöny 1937 (17. évfolyam)

Papp Ferenc dr.: Die warmen Heilquellen von Budapest

Die warinen Heilquellen von Budapest 219 Siedlungen, die Quellen werden gefasst, es werden Bäder gebaut und die bisher brachliegenden Geschenke der Natur werden zum Wohle des Menschen erschlossen. Bei der Baggerung der Badeinsel kamen Überreste eines römi­schen Bades zum Vorschein, die bisher unter der Sanddecke ver­borgen lagen und nun gesprengt werden mussten. Auf der Badeinsel konnte J. Szabó in der Mitte des vorigen Jahrhunderts nahezu 50 warme Quellen wahrnehmen. Die am Nord­ende der Margareteninsel am Westufer sich ausbreitenden Wasser­ansammlungen von 30—32°C Wärme waren schon seit je her bekannt und besonders zur Zeit niedriger Wasserstände machte sich hier aufsteigender Dunst bemerkbar. Dementsprechend hatte V. Zsigmondy, als er in 1866 im Auftrage Palatin Josef's nach einer zum Bohren geeigneten Stelle auf der Insel suchte, diesen feuchten Teil der Insel gewählt und konnte seine in 1866 (am 21. Dezember) in Angriff genommene Arbeit in 1867 (am 13. Mai) mit vollstem Erfolg beenden. Die Bohrtiefe betrug 118.53 m. Während der Arbeit wurden nach Mitteilung V. Zsigtnondy's (85) folgende Schichten durch teuft: 1. Schlamm und Sand 4.74 m 2. Schotter: anfänglich sandig und kleinkörnig, später grob­körniger, schliesslich aus ei- bis faustgrossen Gestein­stücken bestehend 8.53 „ 3. Harter Ton, vorwiegend dunkelgrau, stellenweise gelblich: in letzterem 3—6 cm mächtige Mergeleililagerungen 113.79 „ 4. Sehr harter Mergel mit Kalzit- und Pyritvorkommen 118.53 „ Der Schlamm und der Sand, wie auch der in den oberen Schichten befindliche Schotter sind aus dem Holozän stammende Donausedimente, der grobe Schotter der tieferen Schichten wurde teilweise schon im Pleistozän abgesetzt, der Ton, Kisceller Ton vertritt das mittlere Oligozän, der Mergel ist Ofner Mergel aus dem Oligozän und übergeht allmählich in die Schichten des Eo­zän-Mergels, bezw. des Kalksteines. Das aus pyrit- un,d kalzitführendem Kalkstein emporsteigende Wasser wird durch eine Holzröhre (Lärche) von 263 mm lichter Weite in eine Höhe von + 9.48 m über das Inselniveau geführt, wo es auch einen Wasserfall versorgt. Die Ergebnisse der vielsei­tigen und fachgemässen Beobachtungen das Wasser des artesi­schen Brunnens betreffend, lassen sich folgend zusammenfassen:

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