Hidrológiai Közlöny 1937 (17. évfolyam)

Papp Ferenc dr.: Die warmen Heilquellen von Budapest

Die war inen Heilquellen von Budapest 105 karbonat, Eisen- und Manganhydrokarbonat wenn auch in geringe­ren Mengen, doch allgemein verbreitet. Das Natrium kann den Feldspaten (Plagioklas), bezw. dem Glimmer (Paragonit) entstam­men und gestattet die Annahme, dass die bekannten Gesteine über plagioklasführende eruptive Tiefengesteine, eventuell über Diorit lagern. Lithium tritt in Begleitung von Natrium auf und ist in den Gemengteilen eruptiver Gesteine (Glimmer) zu finden. Eisen und Mangan sind ebenfalls aus den farbigen Gemengteilen der unter den Sedimenten liegenden Eruptivgesteine (aus den Mineralien der Magnetit-, Pyrit-, Pyroxen-, Amphibol- und Glimmergruppe) aus­gelöst worden. b) Chloride sind allgemein verbreitet, und wird ihre Gegen­wart von den Anhänger der Theorie der juvenilen Wässer mit der • Beimischung vulkanischer Gase zu dem in der Tiefe stromenden heissen Wasser erklärt. Sie können aber einfach auf das Auslaugen salzhaltiger Sedimente zurückgeführt werden, da die Tertiär­formationen in Ungarn auch salzgetränkte Schichten enthalten. Die Frage der Herkunft der in unseren heissen Quellen anwesenden Chloride lässt sich vorläufig nicht mit absoluter Gewissheit be­antworten. Gasaushauchungen als postvulkanische Erscheinungen, oder das Auslaugen von salzhaltigen Sedimenten können hier so­wohl als Einzelursachen, wie auch als zusammenwirkende Faktoren in Betracht gezogen werden. Geringe Mengen von Kaliumchlorid und Natriumchlorid sind im Wasser der Budapester Thermen oft anzutreffen. Die Gegen­wart von Jodid erklärt sich aus der Anwesenheit der Chloride. Diese zwei Verbindungen treten in Gemeinschaft auf und werden durch das Auslaugen salzhaltiger Meeresablagerungen häufig er­zeugt. Das Kaliumjodid spielt seiner Menge nach eine untergeord­nete Rolle, ist aber in Bezug auf seine Heilwirkung von grosser Wichtigkeit. c) Sulfide. Auch diese können entweder primären, oder nach anderen Anschauungen secundären Ursprungs sein. Die primären Sulfide können gleichwertige (syngenetisch), oder nachträgliche (epigenetisch) entstehen. Der Gehalt an Schwefelverbindungen un­serer warmen Quellen kann eine Ursache in der leichten Zersetz­lichkeit des in den eruptiven, meistens basischen, Gesteinen, in Lin­sen, Lagern anwesenden Pyrits haben, oder kann infolge vulka­nischer Nachwirkungen, Gasaufbrüchen dem in der Tiefe wandern-

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