Hidrológiai Közlöny 1936 (16. évfolyam)
Bolberitz Károly dr.: A kémiai vizsgálat adatainak értékelése a kútvizek higiéniai megítélésénél
Bewertung der Resultate der chemischen Untersuchung usw. 63 HI. Tabelle. Beanstandeter Bestandteil: Häufigkeit des Vorkommens: Nitrat 48% Chlorid 35% Oxygenverbrauch 30% Ammonia 23% Nitrit 14% Nach Tabelle III war das Nitrat in 48% der untersuchten Wässer in beanstandbarer Menge vorhanden. Diese Tatsache weist auf die Wichtigkeit des ganzen Nitrat-Problems hin, weil sie das bestätigt, dass unter unseren Verhältnissen jedes zweite Brunnenwasser mit Nitrat verunreinigt ist. Der nächst häufig sich meldende Bestandteil ist das Chlorid, das annähernd in jedem dritten Wasser in unerwünschter Menge vorkommt. Als auf Verunreinigung hinweisender Bestandteil meldet sich verhältnismässig am seltensten das Nitrit, was sich dadurch erklären lässt, dass es ein labiles, einen Übergangszustand repräsentierendes Zersetzungsprodukt ist. Auf die Bedeutsamkeit des Nitrat-Problems verweist auch die Tabelle IV. Hinsichtlich der Häufigkeit der beanstandeten Bestandteile steht das Nitrat an der Spitze. Die nur wegen dem Nitrat beanstandeten Wässer machen 11.3% der sämtlichen untersuchten Brunnenwässer aus, die einen grossen Chlorid- und Nitratgehalt aufweisenden Wässer 10.8%, die wegen zwei anderer Bestandteile und wegen des Nitrats nicht entsprechenden Wässer 11.4%. Die Tabelle IV lenkt unsere Aufmerksamkeit noch auf einen Umstand, namentlich auf die Wichtigkeit der auf frische Verunreinigung hinweisenden organischen Stoffe. Die Zahl der coli-positiven Wässer ist — innerhalb der wegen eines Bestandteils beanstandeten — bei den viel organisches Material enthaltenden am höchsten. Bei den zwei unerwünschte Bestandteile enthaltenden Wässern ist, falls das eine derselben das organische Material ist, das Prozent der coli-positiven Wässer konsequent höher, als bei denselben beanstandeten Bestandteilen ohne organische Stoffe. Dies macht uns darauf aufmerksam, dass das Vorkommen der organischen Stoffe im Wasser auf das strengste zu beurteilen ist. Zusammenfassend die obigen Ausführungen lassen sich noch einige Tatsachen feststellen, die uns bei der Beurteilung der Brauchbarkeit der Wässer wesentlich unterstützen können.