Hidrológiai Közlöny 1936 (16. évfolyam)
Weszelszky Gyula dr.: A budapesti hévvizek rádiumemanációtartalmának eredetéről
Uber den Ursprung des Radiumemanationgehaltes der Budapester Thermen 29 gegenüber kann der menschliche Organismus nicht unempfindlich sein. Aus diesem Grund halte ich es für wichtig, dass das Mineralwasser aus der Quelle, ohne mit der Luft in Berührung zu gelangen, möglichst durch eine geschlossene Leitung unmittelbar in die Badewanne oder in das Trinkglas gelange. Es sei damit nicht gesagt, dass ich der chemischen Zusammensetzung und dem Radiumgehalt der Thermen keine Wichtigkeit beimesse. Dies kann ich umso weniger tun, weil die Veränderungen, die das aus der Tiefe emporsteigende Wasser unterwegs und bei seinem Austritt in die Aussenwelt erleidet, mit der Zusammensetzung des Wassers zusammenhängen, ausserdem die einzelnen Bestandteile die Verursacher der speziellen Wirkung der einzelnen Quellen darstellen. Die Erfahrung lehrt uns auch hier, bei den Budaer Thermen oft, dass das Wasser der einen Quelle in einem, jenes einer anderen wieder in einem anderen Fall sich als wirksamer erweist. Zum Schluss greife ich nochmals auf die Probebohrung am Donauufer zurück. Diese lieferte, wie bereits erwähnt, sehr grosse Wassermengen, namentlich allein fast ebenso viel, wie die sämtlichen Quellen des Rudas-Bades zusammen. Diese Bohrung liegt kaum 100 Schritte von der Juventus-Quelle entfernt, ihr Wasser floss um 6—8 m tiefer heraus, wie das der Juventus-Quelle und beeinträchtigte trotzdem den Wasserertrag der letzteren nur in geringem Mass. Diese Tatsache beweist nicht allein, dass hier reichliche Wassermengen zur Verfügung stehen, sondern liefert auch ein weiteres Beispiel für die Erscheinung, die ich bereits in der Höhle der Török-Quelle 'beobachtete, wo von den beiden, bloss einige m voneinander hervortretenden Quellen die wasserreichere gestaut ist, so dass ihr Wasserspiegel ca. 1 m höher steht, wie bei der wasserärmen Quelle, deren Wasserertrag sich aber nicht merklich ändert, gleichgültig, ob das Wasser der stärkeren gestaut wird, oder mit ihr im gleichen Niveau herausfliesst. Dies weist darauf hin, das der Dolomitbrei, der die Quellengänge ausfüllt, einen derartigen Widerstand zwischen die einzelnen Quellen einschaltet, dass man bei den letzteren nicht einfach mit dem hydrostatischen Druck rechnen kann.