Hidrológiai Közlöny 1935 (15. évfolyam)

Horusitzky Henrik: Budapest dunabalparti részének talajvize és altalajának geológiai vázlata

Grundwasser und Untergrund von Budapest 159' wasser bewegt sich bei + 21.50 m. Bei der Wegunterführung an der Arena-Strasse liegt die Oberfläche bei + 19.0 m, das Grund­gestein bei —5.0 m und das Grundwasser bei + 5 m. Hier fällt demnach das Grundwasser auf einer Strecke von 8000 m 16.5 m. was 20 cm pro 100 m entspricht. Das Gefälle ist weder im Rákos-, noch im Városligeter Tal gleichmässig. Stellenweise, wo das Gefälle geringer ist, verbreitet sich das Grundwasser und bildet sumpfige Gebiete. Eine solche Stelle befindet sich im Városligeter Tal in der Gegend des künst­lichen Teiches, im Rákos-Tal in der Gegend der Paskal-Mühle und in der Gegend des Tiergartens. Das stagnierende Wasser brachte an allen diesen Stellen grosse Mengen torfigen Bodens zu Stande. Der Grund hierfür liegt aber nicht allein in geringen Gefälle, sondern noch mehr in dem Umstand, dass der Abfluss auf ge­wisse Zeiten gehemmt war, wenn das Wasser der Donau hoch stand. An solchen Stellen ist natürlich auch die Aggressivität des Grundwassers grösser, wobei die Zersetzung der organischen Stoffe als eine Quelle des SOs-Gehaltes zu betrachten ist. Über diese ätzende Wirkung des Grundwassers hörten wir am 5. März 1935 einen sehr interessanten wissenschaftlichen Vor­trag vom hauptstädtischen technischen Rat J. Szabó. Ich möchte nun hier im Anschluss an diesen Vortrag den Ursprung der sul­fathaltigen Wässer besprechen. Anfangs herrschte die Ansicht, dass die sulfathaltigen Wäs­ser mit dem Dolomit, resp. dem Pyritgehalt desselben zusammen­hängen, indem die Bitterwässer am häufigsten in der Umgebung der Dolomite anzutreffen sind. Heute wissen wir jedoch bereits, dass das Bittersalz (Magnesiumsulfat) eher aus der Zersetzung der im Kisceller Ton fein verstreuten Pyritkörner herstammt. Sulfatische Verbindungen sind aber nicht nur in den Gebieten des Kisceller Tones, sondern auch an solchen Stellen anzutreffen, wo dieser oligozäne Ton nicht vorkommt. Im letzteren Fall steht das SO:j mit organischen Stoffen in Zusammenhang, namentlich ent­weder mit den erwähnten torfigen Moorböden, oder mit Senkgru­ben oder Mistablagerungsstellen. Untersuchen wir nun die Verteilung des Sulfatgehaltes im Pester Grundwasser, um fest zu stellen, ob hier eine Gesetzmäs­sigkeit zu erkennen ist. Es stehen uns zu diesem Zweck 315 Anga­ben zur Verfügung, die ich auf eine Karte eingetragen habe. Aus­ser gewissen Konzentrationsgebieten oder Inseln könnte ich aber

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